HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG

 

HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG – Prospektierte Ziele verfehlt! – Ausstiegsmöglichkeiten für HCI-Anleger!

Wie geht es weiter mit der HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG? Die Ausschüttungen, die prognostiziert wurden, sind ausgeblieben. Die HCI-Anleger werden immer wieder mit Hiobsbotschaften konfrontiert und machen sich berechtigterweise große Sorgen um ihre Kapitalanlage.

Welche Möglichkeiten zum Fondsausstieg haben HCI-Anleger? Droht die Verjährung der Ansprüche im Jahre 2017? Man kann gut verstehen, wenn sich HCI-Anleger immer wieder diese Fragen stellen.

Schauen wir uns jetzt doch einmal den Immobilienfonds HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG genauer an. Im Jahre 2007 wurde durch die HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft für Immobilien mbH der HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG aufgelegt.

Wie hieß es so werbewirksam in den Vertriebsunterlagen: „Gegenstand des Unternehmens ist die unmittelbare Beteiligung als Kommanditist an der HCI Real Estate BRIC Pooling GmbH & Co. KG („Investitionsgesellschaft“). Gegenstand der Investitionsgesellschaft ist es, Unternehmensbeteiligungen an ausländischen Zielfondsgesellschaften („Zielfondsgesellschaften“), insbesondere in den Staaten Brasilien, Russland, Indien und China sowie weiteren Staaten, wie etwas Mexiko und Südkorea zu erwerben, zu erhalten und zu verwalten. Die Investitionen der Zielfondsgesellschaften werden sich auf Immobilieninvestments in den genannten Ländern beziehen.“

Die HCI Real Estate BRIC Pooling GmbH & Co. KG hat ihrerseits Gesellschaftsanteile an ausländischen Zielfonds gezeichnet:

•    Brascan Brasil Real Etstate Partners Inc.
•    Marbleton Property Fund, L.P.
•    Sun-Apollo India Real Estate Fund LLC
•    CPI Capital Partners Asia Pacific, L.P.

Und dieses Portfolio kann noch um weitere Zielfonds erweitert werden. Allerdings erfährt man später, dass die Investitionen in den Zielfonds überwiegend noch nicht erfolgt seien. Also ein klassischer Blindpool-Fonds! Man kauft quasi die Katze im Sack!

Und dann noch die Währungsrisiken! Fondsbeteiligung in USD und die Zielfonds investieren in der jeweiligen Landeswährung, so in Rupien, Real, Yuan, Rubel und Peso. Na dann viel Spaß beim Umtauschen! Ob jeder HCI-Anleger über diese Währungsrisiken informiert war? Wir glauben es nicht!

Alles klar? Mindestens 15.000 USD zzgl.- 5 % Agio mussten die HCI-Anleger für ihre Kommanditbeteiligung investieren. Die Laufzeit der Gesellschaft endet am 31.12.2016, heißt es noch und die Komplementärin hat das Recht, die Laufzeit dreimal um je ein Jahr zu verlängern. Warum wohl?

Leider hat sich der HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG überhaupt nicht nach den Erwartungen der HCI-Anleger entwickelt. So wurden die versprochenen Ausschüttungen nicht prospektgemäß geleistet. Die HCI-Anleger sind schwer enttäuscht und mussten die schlechten Erfahrungen anderer Immobilienfondsinvestoren teilen.

Demzufolge befinden sich die HCI-Anleger in einer bedrohlichen Situation und müssen feststellen, dass sich die Risiken ihrer unternehmerischen Beteiligung verwirklichen, obwohl ihnen der Immobilienfonds oftmals als sichere Anlage empfohlen wurde.

Dies ist wahrlich eine erschreckende Erkenntnis und sollte den HCI-Anlegern zu denken geben. Wie soll man dies bewerten? Zu welchem Urteil werden die HCI-Anleger kommen?

Nunmehr wird klar: Die Immobilienfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Immobilienfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die HCI-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger des HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Da auch beim HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG nach 10 Jahren die absolute Verjährung der Ansprüche droht und die Frist auf den Tag genau berechnet (Fondsbeitritt) wird, sollten Anleger schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!