Grüezi Unternehmensgruppe, Berlin

Stand:07.02.2008

 
Die Grüezi Unternehmensgruppe bietet Eigentumswohnungen auf dem Berliner Immobilienmarkt an.
 
Überall sieht man sie, die kleinen Smartflitzer der sich schweizerisch gebenden Grüezi Unternehmensgruppe. Trotz ihres Namens ist sie allerdings eher ein Berliner Gewächs. Sie wurde 1999 in Berlin unter dem Namen Grüezi GmbH & Co. Liegenschaften KG gegründet und hat sich 2006 in die Grüezi Real Estate AG umgewandelt. Vorstand sind Roman Döbele, Johannes Rassow und Urs Obermatt. Seit 2009/2010 ist Urs Obermatt nicht mehr Vorstand. Die Herren Roman Döbele und Johannes Rassow sind seit Ende 2009 bzw. Anfang 2010 nicht mehr im Vorstand der Grüezi Real Estate AG. Vorstand ist Ernst Bär.


Die Grüezi Gruppe ist im wesentlichen auf dem Berliner Immobilienmarkt tätig. Nach unserer Beobachtung handelt es sich dabei um sehr unterschiedliche Projekte. Für den Verkauf der Wohnungen nutzt die Gruppe eigene Vertriebsstrukturen, so die Vito GmbH bzw. die Swiss Contor GmbH. In der Vergangenheit wurden auch externe Vertriebe eingeschaltet so z. B. die ProRefugium aus Berlin. Sowohl die hauseigenen Vertriebsgesellschaften als auch die ProRefugium wenden bei der Geschäftsanbahnung den unerlaubten wettbewerbsrechtlich verbotenen Cold-Call an. Die Verbraucherzentrale Berlin warnt vor diesem kalten Akquiseanruf unter der Überschrift "Tatwaffe Telefon".


Mit schnellen Besuchen zu Hause bei den potentiellen Interessenten oder im Büro der Gesellschaft werden die Interessenten förmlich überrannt. Ihnen wird erklärt, der Erwerb einer Immobilie sei ohne Eigenkapital möglich und trage sich durch die steuerlichen Vergünstigungen und die Mieteinnahmen praktisch von allein. Später könne man die Immobilie mit gutem Gewinn verkaufen. In den uns bekannten Fällen waren diese Versprechungen unrealistisch. Und auch den späteren Weiterverkauf der Wohnung mit Gewinn halten wir praktisch für ausgeschlossen.


Nach den derzeit erkennbaren, aber auch mittelfristig zu prognostizierenden Weiterverkaufspreisen wird der Anleger schwere Verluste hinnehmen. Der von ihm zu erzielende Weiterverkaufspreis wird weit unter dem von ihm gezahlten Einstandspreis liegen. Aber selbst wenn er bereit ist, diese erheblichen Abstriche an seine Verkaufspreiserwartung zu machen, wird er die Wohnung nicht verkaufen können. Die Bank wird die Wohnung nur freigeben, wenn der gesamte Kredit abgelöst wird. Dazu wird der Verkaufserlös keinesfalls ausreichen. Damit ist der Anleger nun in der Falle. Er wird auf rund 25 Jahre Kreditlaufzeit an die Immobilie gefesselt, die ihm Monat für Monat zusätzliche Kosten beschert.

 
Wir gehen davon aus, dass der Anleger bei umfassender und zutreffender Beratung durch den Vertrieb schwerlich bereit gewesen wäre, dieses zu akzeptieren. Der Anlageberater ist aber verpflichtet, jeden Kaufinteressenten umfassend auf alle wichtigen Aspekte des Kaufes hinzuweisen. Tut er das nicht, verschweigt er Risiken oder macht er sogar falsche Angaben, haftet der Verkäufer für die Falschberatung. Der Käufer kann von dem Verkäufer verlangen, so gestellt zu werden, als hätte er die Wohnung nie gekauft.


Siehe auch: Fakten und Hintergründe

 

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Wir wollen helfen. Nutzen Sie unseren Service.

 
P.S. Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.
 


Wir haben uns einige Objekte der Grüezi Unternehmensgruppe in Berlin-Friedrichshain: Scharnweberstraße/Finostraße angesehen. Wir haben davon Fotos gemacht.  Diese sind sehr anders , als die Anleger sie aus den Prospekten kennen.

 

Es ist ein Problemkiez, fast jedes Haus  mit Graffitis beschmiert, radikale Botschaften. Den Sprüchen nach zu urteilen ist der Kiez fest in der Hand der linken Szene. Gegenüber befindet sich ein Laden. Die Überschrift über dem Schaufenster: "Gebrauchsgüter für Bedürftige". Symptomatisch für den Kiez.

 

Auch das ganze Haus ist beschmiert mit Graffitis. Die Eingangstüren sind schäbig, der Flurbereich verwahrlost. Der gläserne Fahrstuhl ins Dachgeschoss steht im krassen Gegensatz zum gesamten Umfeld.

 

Gegenüber  ein Gebäude, das seit  Kriegszeiten nicht mehr renoviert wurde.

 

Eine Maklerweisheit sagt, dass man beim Kauf einer Immobilie auf drei Dinge achten muss: 1. Die Lage. 2. Die Lage. 3. Die Lage. Nimmt man diese Kriterien ernst, zeigt der Daumen nach unten.

Fotos Objekt Berlin, Scharnweber Str.

Berlin, Scharnweber Str. / Finowstr.
Berlin, Scharnweber Str. / Finowstr.

Eine Pinselsanierung. Man sieht, dass an den Balkonen der Putz abplatzt und Stahl rausguckt. In den Hof kommt man nur entlang eines völlig verwilderten Grundstücks auf einem schmalen Gang. Angrenzend steht ein Gebäude, das verfällt mit offenen Fenstern. Im Haus selber alte Türen. Teilweise ist der Putz abgefallen. Türen aus den DDR Zeiten. Sehr schlicht alles. Nichts von Denkmal und nichts von Altbau. Unsanierte Eingangstüren mit abgeplatzten Putz, wo nicht gestrichen worden ist. Kaputte Treppen. Die Dachabwasserrohre landen direkt im Boden. Kaputter Eingangsbereich. Graffiti an den Wänden. Alles sehr schlicht und einfach.

Fotos Objekt Berlin, Florian-Geyer-Str. / Altheider Str.:

Fotos Objekt Berlin, Florian-Geyer-Str. / Altheider Str.
Fotos Objekt Berlin, Florian-Geyer-Str. / Altheider Str.