F.I.P MaxiFo GmbH & Co. 1. Beteiligungs KG

F.I.P. Fonds: Zynischer Slogan „F.I.P. MaxiFo mit Sicherheit mehr“ - Mehr Ärger oder was, dies sind Auswege für F.I.P. Fonds-Anleger!

Wie lautete noch einmal der Slogan der F.I.P. Fonds? „F.I.P. MaxiFo mit Sicherheit mehr“ – Mit Sicherheit mehr Panik, Ärger und Verdruss kann man wohl sagen, wenn man sich die Geschäftspraktiken der F.I.P. Fonds vor Augen führt. Was ist da los bei den F.I.P. Fonds aus Benediktbeuern in der Glaswandstraße 11?

Viele F.I.P. Fonds-Anleger werden sich noch erinnern, wie sie mit großen Versprechungen geködert wurden. Von „Bausteinen einer erfolgreichen Vermögensbildung“ wurde fabuliert und mit einer Zielrendite von 18 % pro Jahr wurde geworben. Diese sollte mit sogenannten Zinsdifferenzgeschäften mit Fremdkapitalhebel erzielt werden. Quasi ein F.I.P. Pensionsplan! Der ein oder andere F.I.P. Fonds-Anleger wird auch noch den Namen Master-Plan Servicegesellschaft mbH im Ohr haben und sich an die Versprechen der Vertriebler entsinnen.

Anleger konnten sich als Kommanditist an einer Kommanditgesellschaft mit einer Mindestbeteiligung von 2.500 Euro beteiligen, die als Einmalzahlung oder in monatlichen Raten ab 50 Euro erbracht werden konnten. Die Mindestlaufzeit beträgt 5 Jahre und es gibt keine Laufzeitbegrenzung. Ab 20.000 Euro Einmalzahlung wären ¼-jährliche Entnahmen möglich und die Transparenz sei durch eine jährliche Handelsbilanz und Gesellschafterversammlung sichergestellt.

Was waren nicht alles für Firmen am Start:

 

  • IETI Europa Funding & Consulting AG, vormals auch firmierend F.I.P. MaxiFo AG
  • F.I.P Vermögensverwaltung GmbH
  • CTC Capital Treuhand Control GmbH
  • F.I.P MaxiFo GmbH & Co. 1. Beteiligungs KG, vormals auch firmierend F.I.P MaxiFo AG & Co. KG
  • F.I.P. GarantieFo GmbH & Co. KG, vormals auch firmierend F.I.P. GarantieFo AG & Co. KG
  • F.I.P. Finanz GmbH & Co. KG, vormals auch firmierend F.I.P. Gesellschaft für innovatives Finanzmanagement mbH & Co. KG

 

Dies ist nur eine kleine Auswahl und es wurde auch munter umfirmiert.

Und dann wurde noch die Beitrittserklärung vorgelegt, in die die Beteiligungssumme eingetragen wurde. Einmalzahlung oder Monatsraten und ein stolzes Agio von 12 % wurde von den F.I.P. Fonds-Neuanlegern gleich kassiert. Gleichzeitig wurde noch der CTC Capital Treuhand Control GmbH der Abschluss eines Treuhandvertrages angeboten. Und später kam dann die Annahmebestätigung, die Anlagebestätigung und ein Zertifikat mit der dem lachenden F.I.P.-Logo.

Leider gingen dann aber auch die Probleme los und den F.I.P. Fonds-Anleger war gar nicht mehr zum Lachen zumute. Schon im Jahre 2008 warnte die Website test.de unter der Überschrift „Geldanlage mit Tüv-Siegel: Kein Schutz vor Verlust“ auch vor Geldanlagen im F.I.P. MaxiFo. Diverse Schwierigkeiten, das Geschäftsmodell umzusetzen traten auf und später gab es das Eingeständnis des F.I.P. Fonds: „Über mehrere Jahre wurden aufgrund der Garantie-Investments, Sollzins-Verluste mit Zinsdifferenzgeschäften erzielt. … Die Verluste wurden damit endgültig, zumal kein neues Geschäft mehr möglich war. …Bei unseren Unternehmens-Beteiligungen kam es in mehreren Fällen zum Totalverlust des eingesetzten Eigenkapitals.“

Na sowas! Versprochen, gebrochen! Leider entwickelte sich die Anlage nicht so, wie den Anlegern versprochen wurde, sondern wurde in vielen Fällen zum finanziellen Desaster. Als Anleger entnervt gekündigt haben, wurde ihnen nur lapidar mitgeteilt: „Das Abfindungsguthaben Ihrer Beteiligung beträgt 0,00 Euro.“ Das war ein Schock und eine überaus schlechte Erfahrung. Zu welchem Urteil soll man da als F.I.P Fonds-Anleger kommen?

Und die versprochenen Bilanzen über den Geschäftsverlauf? Über Jahre wurde diese nicht veröffentlicht und die F.I.P. Fonds-Anleger waren im Blindflug. Und erst Ende 2016 wurden die Bilanzen der Geschäftsjahre 2013, 2014 und 2015 veröffentlicht. Warum erst jetzt wird man sich fragen? Dem kundigen Anleger werden dann die Begriffe Ordnungsgeldverfahren und Buchführungsdelikte einfallen und er wird sich seinen Teil denken. Schaut man exemplarisch in die Bilanz 2015 der F.I.P MaxiFo GmbH & Co. 1. Beteiligungs KG (vormals: F.I.P MaxiFo AG & Co. 1.Beteiligungs KG) so liest man Anlagevermögen 0,03 Euro, Finanzanlagen 0,03 Euro, Beteiligungen 0,03 Euro usw. Und dann auch noch Verlustanteile Kommanditisten 18.912.704,91 Euro. Das ist ohne Worte!

Und im Jahr 2015 musste sich das Amtsgericht Wolfratshausen auch noch mit einem Insolvenzverfahren mit dem Aktenzeichen IN 67/15 herumschlagen. Pleiten, Pech und Pannen und die obengenannte Vertriebsfirma Master-Plan Servicegesellschaft mbH landete auch in der Insolvenz, allerdings am Amtsgericht Augsburg mit dem Aktenzeichen 6 IN 1146/15.

Und was machen F.I.P. Fonds-Anleger, die sich weiter informieren wollen. Von den einschlägigen Webseiten fipfinanz.de und maxifo.de werden sie zu altina24.com weitergeleitet und finden dort die Überschrift „Gesellschafterinformation der F.I.P. Fonds“ und den Hinweis auf ein Passwort. Weiter erfährt man, dass die F.I.P. Fonds seit 2010 Mitglied der ALTINA Genossenschaft sind, die sich als Förderwirtschaftsverein versteht. Und in diesem Zusammenhang bietet ALTINA den Gesellschaftern der F.I.P. Fonds einen Zugang zu Informationen der F.I.P. Fondsgesellschaften. Alles klar? Wohl eher nicht! Transparenz sieht unserer Meinung nach anders aus! Und wer steht im Impressum der Website? Wir finden eine Firma ALTINA Global Network SCE, beheimatet im malerischen Vaduz in Liechtenstein eingetragen im Öffentlichkeitsregister Vaduz unter der Firmenbuchnummer FL 0002.339.448-8. Und praktischerweise gibt es sogar eine Zweigniederlassung in Deutschland! Beheimatet in der Benediktbeuern in der schon bekannten Glaswandstraße 11. So bleiben die Wege schön kurz! So klein ist die Welt! Aber das ist vielleicht schon eine neue Geschichte!

Was können nun die F.I.P. Fonds-Anleger tun? Die Anlageberater hatten die Pflicht, die Anleger anleger- und anlagegerecht zu beraten. Die Anlageberater hätten über das bestehende Totalverlustrisiko und die mangelnde Eignung von unternehmerischen Beteiligungen zur Altersvorsorge aufklären müssen. Vielfach wurden die Anleger nicht über die enormen Risiken aufgeklärt. Daraus könnten sich Schadensersatzansprüche ergeben. Auch wenn diese schon verjährt sein sollten, besteht immer noch die Möglichkeit der Aufrechnung mit den Zahlungsansprüchen. Die F.I.P. Fonds-Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!