FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG

FHH-Schiffsfonds in schwerer See! – Können FHH-Fonds-Anleger ihr Geld noch retten?

Wie geht es weiter mit dem FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG? Von den prognostizierten Ausschüttungen ist schon lange nicht mehr die Rede. Vielmehr müssen FFH-Fonds-Anleger immer wieder von Schiffsfonds-Insolvenzen lesen und machen sich mit Recht Sorgen um ihre eigene Kapitalanlage.

Viele FHH-Schiffsfondsanleger werden sich fragen, was aus den Versprechungen der Vergangenheit geworden ist. So wurde ihnen bei der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG eine Investition in einen Markt mit „Nachfragewachstum – Containerumschlag mit langjährigen Steigerungsraten von ca. 10 % p.a.“ angeboten. Und wie hat sich die Investition in den FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG tatsächlich entwickelt? Welche Erfahrungen haben die FHH-Fonds-Anleger wohl gemacht? Schauen wir uns die Fakten einmal genauer an.

Das Emissionshaus Fondshaus Hamburg hat im Jahre 2009 den FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG aufgelegt. Dabei handelt es sich bei der MS "Antofagasta" um ein Vollcontainerschiff der Sub-Panamax-Klasse, ein sogenanntes Feederschiff mit 2.872 TEU.

Das Fondsvolumen beträgt ca. 40 Millionen Euro. Dabei haben die FHH-Fonds-Anleger gut 16 Millionen Euro investiert. Hierbei wurden den Conti-Anlegern schon erhebliche Provisionen, insbesondere Vermittlungsprovisionen oder vergleichbare Vergütungen in Rechnung gestellt. Ausweislich der Mittelverwendungsprognose beträgt die Gesamthöhe der Provisionen 2.570.000 Euro. Dies sind immerhin über 16 % des Eigenkapitals. Mithin fließen diese Gelder nicht in Investitionen der Schiffsfondsgesellschaft, sondern in die Taschen der Initiatoren und ihrer Vermittler. Weiterhin hat der Fonds Fremdkapital über 22 Millionen Euro aufgenommen, allerdings eine Tranche in USD und eine Tranche in JPY, was naturgemäß mit Währungsrisiken verbunden ist.

Das Schiff MS "Antofagasta" wurde 2008 ausgeliefert und verchartert. Mit dem Abschluss der Charterverträge entstehen naturgemäß unternehmerische Risiken, denn die Charterraten sind allgemein starken Schwankungen unterworfen. Der Chartervertrag wurde angepasst und verlängert. Ebenso muss konstatiert werden, dass die Schiffsbetriebskosten über den Prospektwerten lagen. Höhere Kosten als prospektiert? Was bedeutet das wohl für die Ertragssituation? Sicher nichts Gutes!

Dem Jahresabschluss 2015 der HCI Hammonia Shipping AG (hierin wird die Fondsgesellschaft der MS "Antofagasta" konsolidiert bilanziert) können FHH-Fonds-Anleger die deprimierende Botschaft entnehmen, dass die FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG im Berichtsjahr 2015 einen Millionenverlust ausweisen musste. Bestürzende 5.122.593,98 Euro mussten als Ergebnis bilanziert werden.

Dies ist wahrlich eine erschreckende Erkenntnis und sollte den FHH-Fonds-Anlegern zu denken geben. Wie mag das Geschäftsjahr 2016 verlaufen sein und gar 2017? Wo ist die Bilanz 2016? Wie soll man dies bewerten? Zu welchem Urteil werden die FHH-Fonds-Anleger wohl kommen? Endet die FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG gar im Insolvenzverfahren?

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile der FHH-Fonds wurden u.a. auch durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die FHH-Fonds-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!