FHH Fonds Nr. 39 MS "ALGARROBO" und MS "ANDINO"

FHH-Schiffsfonds in schwerer See! – Können FHH-Fonds-Anleger ihr Geld noch retten?

 

Wie geht es weiter mit der FHH Fonds Nr. 39 MS "ALGARROBO" GmbH & Co. KG und der FHH Fonds Nr. 39 MS "ANDINO" GmbH & Co. KG?

Von den prognostizierten Ausschüttungen ist schon lange nicht mehr die Rede. Vielmehr müssen FFH-Fonds-Anleger immer wieder von Schiffsfonds-Insolvenzen lesen und machen sich mit Recht Sorgen um ihre eigene Kapitalanlage.

Viele FHH-Schiffsfondsanleger werden sich fragen, was aus den Versprechungen der Vergangenheit geworden ist. So wurde bei den FHH Fonds Nr. 39 MS "ALGARROBO" und MS "ANDINO" darauf verwiesen, dass mit dem Beteiligungsangebot, das bewährte „Twinfonds-Konzept des Fondshauses Hamburg fortgesetzt wird. Beide Schiffe gleicher Größenklasse werden zusammen in einem Erlöspool eingesetzt. Containerschiffe dieser Größenklasse sind derzeit besonders interessant.“

Und wie hat sich die Investition in die FHH Fonds Nr. 39 MS "ALGARROBO" GmbH & Co. KG und der FHH Fonds Nr. 39 MS "ANDINO" GmbH & Co. KG tatsächlich entwickelt? Welche Erfahrungen haben die FHH-Fonds-Anleger wohl gemacht? Schauen wir uns die Fakten einmal genauer an.

Das Emissionshaus Fondshaus Hamburg hat im Jahre 2008 die FHH Fonds Nr. 39 MS "ALGARROBO" GmbH & Co. KG und der FHH Fonds Nr. 39 MS "ANDINO" GmbH & Co. KG aufgelegt. Dabei beteiligen sich die FHH-Fonds-Anleger mit einer Mindestbeteiligung von 15.000 Euro zzgl. 5 % Agio als Treugeber/Kommanditist zu 42% an der FHH Fonds Nr. 39 MS "ANDINO” GmbH & Co. KG und zu 58 % an der FHH Fonds Nr. 39 MS  "ALGARROBO” GmbH & Co. KG. Eine Kündigung ist erstmals zum 31.12.2025 möglich.

Das Fondsvolumen beträgt ca. 80 Millionen Euro. Dabei haben die FHH-Fonds-Anleger gut 35 Millionen Euro investiert. Hierbei wurden den FHH-Fonds-Anlegern schon erhebliche Provisionen, insbesondere Vermittlungsprovisionen oder vergleichbare Vergütungen über 15 % in Rechnung gestellt. Mithin fließen diese Gelder nicht in Investitionen der Schiffsfondsgesellschaften, sondern in die Taschen der Initiatoren und ihrer Vermittler. Weiterhin hat der Fonds Fremdkapital über ca. 45 Millionen Euro aufgenommen.

Das Schiff MS "ANDINO" wurde 2008 ausgeliefert und verchartert. Bei der MS "ALGARROBO" kam es allerdings bei der Übernahme zu Unstimmigkeiten, so dass eine erhebliche Zeitverzögerung bei der Vercharterung auftrat. Mit dem Abschluss der Charterverträge entstehen naturgemäß unternehmerische Risiken, denn die Charterraten sind allgemein starken Schwankungen unterworfen. Die Einnahmen blieben weit hinter den prospektierten Werten zurück. Was bedeutet das wohl für die Ertragssituation? Sicher nichts Gutes!

Im Jahre 2011 wurde gar gegen die Loan-to-value-Klausel der Darlehensverträge verstoßen, so dass keinerlei Auszahlungen erfolgen dürften.

In den Geschäftsjahren 2013, 2014 und 2015 konnten Tilgungsleistungen und Zinszahlungen nicht erbracht werden und es musste konstatiert werden, dass die am Chartermarkt erzielbaren Charterraten keinesfalls ausreichten, um neben dem Schiffsbetrieb den Kapitaldienst zu gewährleisten.

Sobald die Bank nicht mehr bereit ist, weitere Stundungen zu dulden, sind die FHH Fonds Nr. 39 MS "ALGARROBO" GmbH & Co. KG und der FHH Fonds Nr. 39 MS "ANDINO" GmbH & Co. KG von der Insolvenz bedroht. Und dies ist ein Szenario, dass FHH-Fonds-Anleger schon erleiden mussten.

Dies ist wahrlich eine erschreckende Erkenntnis und sollte den FHH-Fonds-Anlegern zu denken geben. Wie mag das Geschäftsjahr 2016 verlaufen sein und gar 2017? Wo ist die Bilanz 2016? Wie soll man dies bewerten? Zu welchem Urteil werden die FHH-Fonds-Anleger wohl kommen? Enden die FHH Fonds Nr. 39 MS "ALGARROBO" GmbH & Co. KG und der FHH Fonds Nr. 39 MS "ANDINO" GmbH & Co. KG gar im Insolvenzverfahren? Droht jetzt der Totalverlust oder gibt es einen Ausweg?

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile der FHH-Fonds wurden u.a. auch durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die FHH-Fonds-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger der FHH Fonds Nr. 39 MS "ALGARROBO" GmbH & Co. KG und der FHH Fonds Nr. 39 MS "ANDINO" GmbH & Co. KG tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!