CFB-Fonds 171, Containerriesen der Zukunft

CFB-Fonds 171, Containerriesen der Zukunft 3– Währungsrisiko! – Urteil LG Hagen gegen Commerzbank!


Durch das Emissionshaus Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH (CFB) aus Düsseldorf wurden diverse Fonds aufgelegt. So auch im Jahre 2010 der Schiffsfonds CFB-Fonds 171, Containerriesen der Zukunft 3 (Kommanditgesellschaft MS „CPO MARSEILLE“ Reederei Offen GmbH & Co. und Kommanditgesellschaft MS „CPO ANCONA“ Reederei Offen GmbH & Co.).

Die Anleger haben sich an zwei Vollcontainerschiffen beteiligt, die 2010 und 2011 ausgeliefert und an die MSC Mediterranean Shipping Company und die CMA CGM S. A. verchartert wurden. Die Charterverträge laufen zwölf Jahre mit einer Option zur Verlängerung um weitere drei Jahre. Nach zwölf Jahren hat der Charterer auch eine Ankaufsoption. Mit dem Abschluss der Charterverträge entstehen naturgemäß unternehmerische Risiken.

Die Gesamtinvestition belief sich auf ca. 384 Millionen USD. Das Fremdkapital wurde in USD und in japanischen Yen finanziert. In der Folge hatten die Fondsgesellschaften mit erheblichen Währungsrisiken zu kämpfen, die Ausschüttungen auf Druck der Bank unmöglich machten. Aufgrund der sog. 105-Prozent-Währungsklausel sind die Banken berechtigt, im Falle einer Überschreitung des USD-Wertes der Yen-Tranche zum Auszahlungskurs um 5% oder mehr berechtigt, zusätzliche Sicherheiten oder Sondertilgungen einzufordern. Kommen die Fondsgesellschaften der Forderung nicht nach, können die Banken die Darlehen kündigen.

Bei vielen Anlegern stellt sich sicherlich die Frage, ob sie über Risiken, insbesondere diese Währungsrisiken internationaler Beteiligungen ordnungsgemäß aufgeklärt wurden. Sollten die Banken die Darlehen kündigen, wären die Anleger mit unübersehbaren Problemen konfrontiert.

Die Schiffsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden durch Banken (u.a. die Commerzbank) vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Exemplarisch sei noch ein Urteil des Landgerichts Hagen erwähnt, in dem die Commerzbank einer Anlegerin Schadensersatz leisten musste, da bei der Beratung nicht ordnungsgemäß über das Haftungsrisiko als Kommanditistin, die beschränkte Fungibilität des Schiffsfonds und auch das Totalverlustrisiko aufgeklärt wurde. Nach Auffassung des LG Hagen sind genau diese Umstände für einen durchschnittlichen Anleger von erheblicher Bedeutung für seine Anlageentscheidung. Mithin fand eine Rückabwicklung statt. Die Anlegerin erhielt Schadensersatz und die Bank die Beteiligung. Es ist davon auszugehen, dass auch andere Anleger von dieser Entscheidung profitieren können.

Was können nun die Anleger der CFB-Fonds 171, Containerriesen der Zukunft 3 (Kommanditgesellschaft MS „CPO MARSEILLE“ Reederei Offen GmbH & Co. und Kommanditgesellschaft MS „CPO ANCONA“ Reederei Offen GmbH & Co.). tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

P.S.: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.