Expert Plus GmbH (Queensgold) – BaFin-Verbot! - Was wird aus der Rückabwicklung der „Goldverträge“?

„Queensgold“ oder eine wenig königliche Geschichte. Was den Machern der Expert Plus GmbH dabei durch den Kopf ging, kann man nur spekulieren.

Zunächst widmete sich die Firma Expert Plus GmbH in bescheidenen Umfang dem Edelmetallhandel. Kleinanlegern wurden in kleinen Chargen Gold, Silber oder andere Edelmetalle verkauft.

Im Jahr 2014 beschloss man, ein größeres Rad zu drehen und es wurde eine neue Produktlinie mit dem beziehungsreichen Namen „Queensgold“ kreiert, bei der Anlegern die Eröffnung fest verzinster Anlagekonten angeboten wurde. Diese sollten eine Laufzeit von zwei, fünf oder zehn Jahren haben. Der Anlagebetrag konnte entweder als Einmalzahlung oder festen Raten erbracht werden und sollte zu dem Zweck verwendet werden, in physischer Form Edelmetalle, vorzugweise Gold zu erwerben, was in einem Depot verwahrt werden sollte. Den Anlegern wurde eine Verzinsung der Geldanlage zugesagt und diese sollte gestaffelt sein. Bei einer Anlage mit einer Laufzeit von zwei Jahren wurden 10 %, bei fünf Jahren 30 % und bei einer Laufzeit von 10 Jahren gar 70 % zugesagt. Am Ende Vertragslaufzeit sollte ein Wahlrecht bestehen, sich das Guthaben in Geld oder Goldbarren auszahlen zu lassen.

Durch die Expert Plus GmbH wurde zur Platzierung der Kapitalanlage „Queensgold“ externe Vertriebs- bzw. Vermittlungsfirmen eingesetzt.

Durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wurde der Expert Plus GmbH mit Bescheid vom 25.02.2015 aufgegeben, das von ihr ohne Erlaubnis betriebene Einlagengeschäft unverzüglich abzuwickeln und alle eingenommenen Gelder vollständig zurückzuzahlen. Nach Auffassung der BaFin versprach die Firma Expert Plus GmbH bei Vertragsschluss den Rückkauf des Goldes unabhängig von Kursschwankungen zu einem festen Rücknahmepreis. Damit betrieb die Firma Expert Plus das Einlagengeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis nach § 32 KWG. Der Bescheid der BaFin war sofort vollziehbar.

Aufgrund der BaFin-Verfügung hat die Firma Expert Plus GmbH in der Folge diverse Verträge rückabgewickelt. Allerdings erhielten die Anleger dabei nicht die versprochenen Zinsen.

Um weitere Liquidität zu Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes zu sichern, wurden über die externen Vertriebe Nachrangdarlehen eingeworben. Dabei wurde eine Verzinsung von 5 % bei einer Laufzeit von zwei Jahren versprochen. Diese Produktlinie wurde von der Firma Expert Plus GmbH mit dem Namen „Auromaxx“ getauft. Allerdings war nicht erkennbar, mit welchem Geschäftsmodell zukünftig Erträge erwirtschaftet werden sollten.

Die Nachrangdarlehen als Kapitalanlage sind mit speziellen Risiken verbunden. Die Anleger sind in Wohl und Weh auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft angewiesen. Mithin verbindet sich mit dieser Kapitalanlage das Risiko des Teil- oder gar des Totalverlustes des eingesetzten Kapitals.

Dies ist nun wahrlich keine königliche Erfahrung für die Kunden der Firma Expert Plus GmbH.

Was können nun die Queensgold- und Auromaxx-Anleger tun? Die Anlageberater der Vertriebsfirmen haben die Pflicht, die Anleger anleger- und anlagegerecht zu beraten. Die Anlageberater müssen über das bestehende Totalverlustrisiko und die mangelnde Eignung von „Goldsparverträgen“ zur Altersvorsorge aufklären. Wurden die die Anleger nicht über die enormen Risiken aufgeklärt, könnten sich daraus Schadensersatzansprüche ergeben.

Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.


P.S. Wie sind ihre Erfahrungen mit der Expert Plus GmbH? P.S. Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.