Euro Grundinvest AG – Genussrechte I und Genussrechte II – Was Anleger tun können!

Viele Anleger haben sich an sich an Unternehmungen der Euro Grundinvest Gruppe (EGI) beteiligt und fragen sich wahrscheinlich, ob es eine Chance gibt, sich von ihrer EGI-Beteiligung zu lösen. Ist die Kündigung möglich? Gibt es schon einschlägige Urteile?

Die Euro Grundinvest Gruppe (EGI) versteht sich selbst als Anbieter von Premiumimmobilien, der die gesamte Wertschöpfungskette betreut. Die Anleger konnten sowohl Fondsanteile, typische stille Beteiligungen, als auch Genussrechte zeichnen.

Dem Komplex Euro Grundinvest (EGI) lassen sich eine Vielzahl von Firmen zuordnen, so u.a.:

•    Euro Grundinvest AG
•    Euro Grundinvest Objekt Holding GmbH & Co. KG
•    Euro Grundinvest Deutschland 12 GmbH & Co. KG
•    Euro Grundinvest Deutschland 15 GmbH & Co. KG
•    Euro Grundinvest Deutschland 17 GmbH & Co. KG
•    Euro Grundinvest Deutschland 18 GmbH & Co. KG
•    Euro Grundinvest Real Estate Consulting GmbH & Co. KG
•    Euro Grundinvest 20 GmbH & Co. KG
•    Euro Grundinvest Deutschland 17 Private Placement GmbH & Co. KG
•    Euro Grundinvest Deutschland 18 Private Placement GmbH & Co. KG
•    Euro Grundinvest Namensschuldverschreibung 4 GmbH & Co. KG

Durch die Firma Euro Grundinvest AG wurden Anlegern Genussrechte angeboten. Diese wurden als „Genussrechte I“ (2012) und „Genussrechte II“ (2013) aufgelegt.

Was sind denn Genussrechte, wird sich der ein oder andere Anleger fragen. Genussrechte sind bestimmte Finanzinstrumente, die zum sogenannten Mezzanine-Kapital gezählt werden. Bei der wirtschaftlichen und rechtlichen Ausgestaltung handelt es sich um eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital. Die Kapitalgeber müssen auf Stimmrechte verzichten. Ein wesentliches Merkmal ist auch die Verlustbeteiligung bei Genussrechten. Hier wird geregelt, wie ein etwaiger Jahresfehlbetrag bzw. Bilanzverlust von dem Genussrechtskapital zu tragen ist. Ebenso muss der Genussrechtsinhaber mit dem Totalverlustrisiko seiner Anlage rechnen. Mithin sind Genussrechte eine äußerst risikoreiche Anlageform.

Was ist nun tatsächlich los bei der Euro Grundinvest AG? Will man sich über die Gesellschaft informieren, so muss man feststellen, dass die Bilanzen nicht fristgerecht eingereicht werden. Die letzte eingereichte Bilanz betrifft das Geschäftsjahr 2012. Diese wurde allerdings erst im Jahre 2014 eingereicht. Nunmehr haben wir schon das Geschäftsjahr 2016 und die Anleger befinden sich anscheinend im Blindflug und man muss das Schlimmste befürchten.

Dies korrespondiert auch mit der miserablen Informationspolitik und der Verletzung der Publizitätspflichten. Ist das seriös? Wie sollen Anleger solche eine Erfahrung bewerten?

Sieht so versprochene Transparenz aus? Hier hilft auch nicht das Versprechen von regelmäßigen Investitionsberichten, wenn es die Euro Grundinvest AG nicht einmal schafft, die gesetzlichen Vorgaben zu überfüllen.

Ob es der jetzige Vorstand Sven D. besser machen kann, ist noch zu beweisen, da auch er schon seit 2014 im Amt ist und es noch nicht geschafft hat, zumindest die Publizitätspflichten der Aktiengesellschaft zu erfüllen. Was die Zukunft bringt, wird sich zeigen und ist eine neue Geschichte.

Die Genussrechte als Kapitalanlage sind mit speziellen Risiken verbunden und der Vergleich mit anderen Kapitalanlagen ist dringend erforderlich. Die Anleger sind in Wohl und Weh auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft angewiesen. Mithin verbindet sich mit dieser Kapitalanlage das Risiko des Teil- oder gar des Totalverlustes des eingesetzten Kapitals.

Sollten Anleger unzureichend bzw. fehlerhaft beraten oder sogar arglistig getäuscht worden sein, so besteht gegenüber den Initiatoren bzw. Anlageberatern ein Schadensersatzanspruch.

Urteile zu Fondsbeteiligungen der Euro Grundinvest Gruppe (EGI) könnten auch für Genussrechtszeichner hilfreich sein.


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