Euro Grundinvest AG (Genussrechte I und II) – Insolvenzverfahren eröffnet!

Die nächsten Schritte für EGI-Anleger!

Lange hat es gedauert, doch nun wurde endlich doch das Insolvenzverfahren für die Euro Grundinvest AG eröffnet. Bereits im Januar 2017 wurde ein Insolvenzantrag gestellt. Sehr viele EGI-Anleger haben ihr Geld in ein fragwürdiges Geschäftsmodell investiert und erwarten nun Antworten auf ihre dringenden Fragen. Was können die EGI-Anleger jetzt tun und wie sehen die nächsten Schritte aus?

Nunmehr befindet sich die Firma Euro Grundinvest AG wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung im Insolvenzverfahren. Beim Amtsgericht München wurde am 04.05.2017 im Insolvenzverfahren angeordnet, dass Rechtsanwalt Rolf Pohlmann aus München als Insolvenzverwalter bestellt wird.

Das Insolvenzverfahren wird am Amtsgericht München unter dem Aktenzeichen 1507 IN 91/17 geführt.

Die Insolvenzgläubiger werden aufgefordert, Insolvenzforderungen (§ 38 InsO) bis zum 22.06.2017 bei dem Insolvenzverwalter schriftlich anzumelden.

Die Euro Grundinvest Gruppe (EGI) verstand sich selbst als Anbieter von Premiumimmobilien, der die gesamte Wertschöpfungskette betreut. Die Anleger konnten sowohl Fondsanteile, typische stille Beteiligungen, als auch Genussrechte zeichnen.

Durch die Firma Euro Grundinvest AG wurden Anlegern Genussrechte angeboten. Diese wurden als „Genussrechte I“ (2012) und „Genussrechte II“ (2013) aufgelegt.

Was sind denn eigentlich Genussrechte? Genussrechte sind bestimmte Finanzinstrumente, die zum sogenannten Mezzanine-Kapital gezählt werden. Bei der wirtschaftlichen und rechtlichen Ausgestaltung handelt es sich um eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital. Die Kapitalgeber müssen auf Stimmrechte verzichten. Ein wesentliches Merkmal ist auch die Verlustbeteiligung bei Genussrechten. Hier wird geregelt, wie ein etwaiger Jahresfehlbetrag bzw. Bilanzverlust von dem Genussrechtskapital zu tragen ist. Ebenso muss der Genussrechtsinhaber mit dem Totalverlustrisiko seiner Anlage rechnen. Mithin sind Genussrechte eine äußerst risikoreiche Anlageform.

Für die Genussrechtszeichner der Euro Grundinvest AG sind dies überaus schlechte Erfahrungen und viele stellen sich die Frage, welche Bewertungen und Gefahren für ihre Kapitalanlagen damit verbunden sind. Hat sich jetzt das Totalverlustrisiko verwirklicht oder kann ich meine Kapitalanlage noch retten, werden sich viele EGI-Anleger fragen?

Es bleibt abzuwarten, wie das Insolvenzverfahren geführt und die Forderungen der Insolvenzgläubiger bzw. der Genussrechtszeichner bearbeitet werden. Das Insolvenzverfahren wird gemäß § 5 Abs. 2 InsO bis auf weiteres schriftlich durchgeführt.

Im Übrigen sollten die Insolvenzgläubiger gleichwohl zeitnah auch im Rahmen eines Berichtstermins vom Insolvenzverwalter Pohlmann über den Fortgang des Insolvenzverfahrens informiert werden. Das Insolvenzverfahren ist aber nicht der einzige Weg für EGI-Anleger!

Die Anleger der Euro Grundinvest AG sind jetzt mit einer Vielzahl von brennenden Fragen konfrontiert. Was passiert, wenn sich herausstellt, dass die Euro Grundinvest AG pleite ist und das Insolvenzverfahren eröffnet wird? Welche Rolle spielt der Insolvenzverwalter? Ist mein Genussrecht im Insolvenzfall fällig oder muss ich noch kündigen? Werde ich als nachrangiger Insolvenzgläubiger behandelt? Wie kann ich meine Insolvenzforderung anmelden? Wer kommt als Haftungsadressat noch in Frage? Haften die Initiatoren mit ihrem Privatvermögen? Müssen die Vermittler Schadensersatz leisten? Fragen über Fragen, die wir Ihnen gern beantworten!

Die Genussrechtszeichner der Euro Grundinvest AG sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!