Deutsche Oel & Gas S.A.-Hauptversammlung 2017 – Hängepartie für „Zwangsaktionäre“ geht weiter!

Das müssen DOGSA-Anleger wissen!

Aktionär der Deutsche Oel & Gas S.A.? DOGSA-Hauptversammlung in Luxemburg? Am 29.06.2017? Das sind Fragen, die vielen DOGSA-Anlegern durch den Kopf gehen werden, wenn sie die Unterlagen zur Hauptversammlung 2017 lesen. Was ist jetzt zu tun?

Anleger der US Öl- und Gasfonds und Namensschuldverschreibungen der ECI Energy Capital Invest wurden zu Aktionären der Deutsche Oel & Gas S.A. in Luxemburg, die Muttergesellschaft der Stuttgarter Deutsche Oel & Gas AG. Für viele DOGSA-Anleger ist noch immer nicht genau nachvollziehbar, wie es dazu kommen konnte und wie ihre Rechtsposition als Aktionär zu bewerten ist. Welche Erfahrungen haben die Neuaktionäre bisher gemacht? Wie und wann bekomme ich mein Geld als DOGSA-Anleger zurück?

Wie haben sich die Aktien entwickelt? Ebenso ungeklärt ist die Frage nach der Werthaltigkeit der Beteiligungen. Wie sind die Assets der Deutsche Oel & Gas S.A. in Alaska tatsächlich zu beurteilen?

Hier sollte die DOGSA-Hauptversammlung 2017 weitere Informationen liefern. Schauen wir uns die Tagesordnung kurz an:

 

1. Hörung der Berichte des Verwaltungsrats und des Wirtschaftsprüfers (Jahresabschluss 2016)

2. Genehmigung des Jahresabschlusses 2016

3. Verwendung des Ergebnisses 2016

4. Entlastung der Verwaltungsratsmitglieder und des Wirtschaftsprüfers 2016

5. Statuarische Ernennungen

 

Rund 60 Aktionäre bzw. Aktionärsvertreter waren nach Luxemburg gekommen, um an der Ordentlichen und der Außerordentlichen Hauptversammlung am 29.06.2017 teilzunehmen. Auch schon im Dezember 2016 tagte die Gesellschaft bei ihrer Hauptversammlung 2016 im Luxexpo Messe- und Kongresszentrum und so war es auch diesmal bei der Hauptversammlung 2017.

„Wo ist Verwaltungsrat Kay Rieck?“ werden sich viele Besucher der Hauptversammlung der Deutsche Oel & Gas S.A. gefragt haben.

Hat sich Verwaltungsrat Kay Rieck etwa erinnert, wie er sich den drängenden Fragen der Aktionärsvertreter auf der Hauptversammlung 2016 stellen musste und es diesmal vorgezogen, sich nicht den Aktionären zu stellen? Verwaltungsrat Quacken teilte dann später mit, das Verwaltungsrat Rieck und auch Verwaltungsrat Degenhardt zu Verhandlungen in den USA seien. Schon erstaunlich, wenn der Vorsitzende des Verwaltungsrats und der Chief Financial Officer (CFO) nicht an der Hauptversammlung ihres Unternehmens Deutsche Oel & Gas S.A. teilnehmen.

 

So erstattete Verwaltungsrat Quacken Bericht über die Unternehmensentwicklung. So wurde über die Erdgasförderung berichtet, über Produktionsvorräte und Produktionserlöse. Ebenso wurden Lieferverträge vorgestellt und auch auf die steigende Nachfrage nach Erdgas verwiesen.

Auch über die sogenannten Tax Credits wurde informiert. Der Bundesstaat Alaska hat eine neue Regierung und deshalb ist hier mit Veränderungen in der Energiepolitik zu rechnen. Mit einer langfristigen Subventionierung der Gasförderung kann wohl nicht mehr gerechnet werden. Ebenso ist eine Restrukturierung der Finanzierung der Deutsche Oel & Gas S.A. erforderlich. Dies betrifft das Mezzanine-Kapital und die Vorfinanzierung der Tax Credits.

Von besonderem Interesse ist für viele Neu- bzw. „Zwangsaktionäre“ sicher auch das Thema Börsengang. Denn viele der Aktionäre wider Willen wollen sich wohl eher heute als morgen wieder von ihren DOGSA-Aktien trennen. So ist sicher interessant, dass noch im Juli 2017 ein Listing an der Börse in Luxemburg geplant ist. Zu welcher aktuellen Bewertung wird man kommen? 13,50 Euro pro Aktie? Der Börsenprospekt ist zur Prüfung eingereicht. Das wird sicher spannend!

Dafür soll die Gesellschaft in eine europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, kurz SE) umgewandelt werden. Ebenso soll die innere Struktur des Unternehmens den Anforderungen als börsennotiertes Unternehmen angepasst werden. Im Jahre 2018 soll dann eine Notierung in Deutschland erfolgen. Gibt es damit ein Exit für die Neuaktionäre der DOGSA oder gibt es noch einen anderen Weg die Aktien der Deutsche Oel & Gas S.A. wieder loszuwerden?

Denn schaut man sich den Jahresabschluss 2016 der Deutsche Oel & Gas S.A. an, so wundert man sich. Hier sind einige Beteiligungen aufgelistet, deren Werthaltigkeit schwer nachvollziehbar ist. Exemplarisch sei dabei auf die Deutsche Oel & Gas AG verwiesen, von der zuletzt der Jahresabschluss 2014 veröffentlicht wurde. So erwirbt man kein Vertrauen bei Anlegern, insbesondere wenn man sich das komplexe Firmen- und Beteiligungsgeflecht und die Bewertung des Anlagevermögens der Deutschen Oel & Gas-Gruppe ansieht. Und was sollen Investoren von einem kläglichen Jahresüberschuss von 27.547 Euro im Geschäftsjahr 2016 für die Deutsche Oel & Gas S.A. halten?

Auch in der Generaldebatte wurden wieder der geplante Börsengang und das Aktienrückkaufprogram thematisiert. Auch spielt die Liquidität des Unternehmens eine entscheidende Rolle. Ebenso muss man sich klarmachen, dass durch die sogenannte Vinkulierung der D-Klasse-Aktien bis zum 06.10.2018 kein Verkauf ohne Zustimmung der Gesellschaft möglich ist.

Die vorliegenden Beschlüsse wurden mit Mehrheit angenommen und so konnte man gleich zur Außerordentlichen Hauptversammlung 2017 der Deutsche Oel & Gas S.A. übergehen. Auch hier werfen wir einen kurzen Blick auf die Tagesordnung:

1. Umwandlung

2. Statutenänderung

Damit soll der Börsenhandel der Aktien der DOGSA vorbereitet werden. Die Aktienklassen B bis E sollen einheitlich in die Aktienklasse A umgewandelt werden, um für mehr Transparenz zu sorgen und allen Aktien die gleichen Rechte zu verleihen. So wurden erhebliche Veränderungen in den Statuten vorgenommen. Für Aktionäre ist insbesondere auch der Artikel 5 der Statuten (Kapital – Aktien und Aktienzertifikate) von Interesse. Hier wurde die Möglichkeit einfügt, dass die Gesellschaft eigene Aktien erwerben kann. Dies ist die Möglichkeit für die Deutsche Oel & Gas S.A. ein Aktienrückkaufsprogramm einzuführen. DOGSA-Anleger sollten sich hier genau informieren und auch die formalen Regeln beachten. So müssen die Aktionäre bei einem Rückkaufsangebot innerhalb kurzer Fristen reagieren, ansonsten gilt der Rückkauf als angenommen. Und dies zu den Konditionen der Deutsche Oel & Gas S.A.! Also genau informieren! Auch hier wurden die Beschlüsse mit Mehrheit angenommen!

Pikanterweise wurde am der Hauptversammlung folgenden Wochenende vermeldet, dass der Verwaltungsrat und Chief Financial Officer (CFO) Degenhardt „der das Unternehmen nach fünf Jahren im gegenseitigen Einvernehmen verlässt, um sich neuen Herausforderungen zu stellen.“ durch Christoph Mahler ersetzt wurde. Schon sehr merkwürdig, dass dies zur Hauptversammlung nicht schon bekannt war bzw. kommuniziert wurde. Ist dies Unternehmenspolitik, die Vertrauen schafft?

Wir werden den Fall Deutsche Oel & Gas S.A. (DOGSA) bzw. ECI Energy Capital Invest (ECI) weiter im Auge behalten und berichten!

 

DOGSA-Anleger bzw. ECI-Anleger sollten jetzt schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!