Conti Beteiligungsfonds IX/X – Erschreckende Bilanzen 2015

Erschreckende Bilanzen 2015 mit hohen Millionenverlusten! – Letzte Chance zum Ausstieg für Conti-Anleger!

Was ist denn nun tatsächlich mit dem Conti Beteiligungsfonds IX/X los? Man kann gut verstehen, wenn sich Conti-Anleger immer wieder diese Frage stellen, da sie gelegentlich von ihren Vertrieblern widersprüchliche Informationen erhalten. Welche Möglichkeiten zum Fondsausstieg haben Conti-Anleger? Droht die Verjährung der Ansprüche im Jahre 2017?

Lassen wir Zahlen, Daten und Fakten sprechen! Bevor wir uns allerdings die erschreckenden Bilanzen 2015 mit den hohen Millionenverlusten genauer ansehen, sollten wir gemeinsam noch einen kurzen Blick in die Vergangenheit werfen.

Was wurde den Conti-Anlegern nicht alles bei dem im Jahre 2007 aufgelegten Conti Beteiligungsfonds IX/X versprochen: „Das Angebot – Hohe Sicherheit und Kapitalstreuung in verschiedene Größenklassen der Containerschifffahrt.“

Die Conti-Anleger wurden dabei die Beteiligungsmodelle „Classic“ und „Vario“ angeboten, um sich an den folgenden vier Zielgesellschaften zu beteiligen:

 

·         CONTI 155. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI JUPITER"

·         CONTI 153. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI CORDOBA"

·         CONTI 53. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI SALOME"

·         CONTI 54. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI ELEKTRA"

Leider hat sich der Conti Beteiligungsfonds IX/X überhaupt nicht nach den Erwartungen der Conti-Anleger entwickelt. Die Anleger erhielten immer wieder Hiobsbotschaften und mussten die schlechten Erfahrungen anderer Schiffsfondsinvestoren teilen.

 

Schauen wir uns nun aber einmal genauer die Bilanzen der Beteiligungsgesellschaften an und machen einen Faktencheck. Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass Ende 2016 gerade erst einmal die Bilanzen des Jahres 2015 veröffentlicht wurden. Und nun sind wir schon im Geschäftsjahr 2017! Sei es drum, der Blick in die Bilanzen 2015 ist erschreckend genug!

Lassen wir uns von den vielen Zahlen nicht abschrecken und beginnen wir bei der CONTI 155. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI JUPITER". Betrug der Jahresfehlbetrag im Jahre 2014 noch 1.650.021,72 Euro, so sind es im Jahre 2015 schon 7.721.870,42 Euro. Dabei werden auch noch Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 39.527.704,27 Euro vermeldet. Eine Versiebenfachung des Jahresfehlbetrages!

Und wie ist die Lage bei der CONTI 153. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI CORDOBA"? Auch hier ein Jahresfehlbetrag von 2.668.853,99 Euro und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 7.246.068,66 Euro!

Und weiter zur CONTI 53. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI SALOME"! Jahresfehlbetrag im Jahre 2014 2.567.888,48 Euro und 2015 11.245.541,44 Euro. Doch damit nicht genug! Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 7.000.293,17, aber der Wert des Seeschiffes hat sich innerhalb eines Jahres halbiert und beträgt nur noch 6.346.641,00 Euro. Mithin könnte bei einer Verwertung möglicherweise nicht einmal das Darlehen getilgt werden!

Und last but not least der Blick in die Bilanz der CONTI 54. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI ELEKTRA". Auch hier Jahresfehlbetrag im Jahre 2014 2.904.202,78 Euro und 2015 11.023.275,18 Euro. Der Wert des Seeschiffes mehr als halbiert auf 6.378.956,00 Euro und hier sogar noch Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 9.192.771,65 Euro.

Wo soll das noch enden? War das Geschäftsjahr 2016 noch schlimmer? Womit müssen die Conti-Anleger noch rechnen? Steuern weitere Beteiligungsgesellschaften in die Insolvenz, wie die MS "CONTI PERIDOT", MS "CONTI ALEXANDRIT" oder die MS "Conti Tansanit"?

Demzufolge befinden sich die Conti-Anleger in einer unerfreulichen Situation und müssen feststellen, dass sich die Risiken ihrer unternehmerischen Beteiligung verwirklichen, obwohl ihnen der Schiffsfonds als sichere Anlage empfohlen wurde. Wie hieß es noch im Conti-Prospekt? „Hohe Sicherheit und Kapitalstreuung …“ Davon kann bei den katastrophalen Bilanzzahlen 2015 wahrlich nicht die Rede sein! Dies ist wahrlich eine erschreckende Erkenntnis und sollte den Conti-Anlegern zu denken geben.

Und auch von Ausschüttungen sollten sich Conti-Anleger nicht täuschen lassen. Was ist das für eine Geschäftspolitik, wenn hohe Millionenverluste ausgewiesen werden müssen und gleichzeitig die Conti-Anleger mit Ausschüttungen beruhigt werden sollen. Ist das seriös? Zu welchem Urteil soll man dabei kommen?

Nicht zuletzt müssen Schiffsfondsanleger auch damit rechnen, dass Ausschüttungen geleistet wurden, ohne dass Gewinne erwirtschaftet wurden. Mithin besteht für Anleger immer das Risiko, dass Ausschüttungen zurückgefordert werden, wenn der Liquiditätsstatus des Fonds dies erforderlich macht. Dies gilt insbesondere für den Insolvenzfall.

Nach dem Faktencheck wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die Conti-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger des Conti Beteiligungsfonds IX/X tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Hierbei kann Conti-Anlegern auch Vielzahl von Urteilen helfen. Exemplarisch sei eine wichtige Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle zum Conti Beteiligungsfonds IX/X erwähnt, in der die Commerzbank Schadensersatz wegen falscher Anlageberatung zahlen musste. Insbesondere wurde nicht über das Totalverlustrisiko aufgeklärt und über die Provisionen, die die Commerzbank für die Fondsvermittlung erhalten hat. Das ist ein Urteil des OLG Celle, das Conti-Anlegern Mut machen sollte!

Da auch beim Conti Beteiligungsfonds IX/X nach 10 Jahren die absolute Verjährung der Ansprüche droht und die Frist auf den Tag genau berechnet (Fondsbeitritt) wird, sollten Anleger schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!