Conti Beteiligungsfonds IX/X" – Wo bleiben die aktuellen Bilanzen?

Hilfreiche Urteile für Conti-Anleger!

Der im Jahre 2007 aufgelegte Conti Beteiligungsfonds IX/X hat sich leider überhaupt nicht nach den Erwartungen der Conti-Anleger entwickelt. Immer neue Hiobsbotschaften erreichten die Conti-Anleger und sie mussten die schlechten Erfahrungen von anderen Schiffsfondsinvestoren teilen.

Der Conti Beteiligungsfonds IX/X entwickelte sich in den vergangenen Jahren nicht mehr konzeptionsgemäß. Die Chartereinnahmen waren viel zu gering und mithin erhielten die Conti-Anleger nicht ihre prognostizierten Ausschüttungen.

Das ging sogar soweit, dass diverse Conti-Schiffsfonds in der Insolvenz landeten. Erwähnt seien nur:

 

·         CONTI 168. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS "CONTI PERIDOT"

·         CONTI 173. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS "CONTI ALEXANDRIT"

·         CONTI 178. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS "Conti Tansanit"

Im Hinblick auf diese Conti-Schiffe und diverse andere Schiffsfondsinsolvenzen stellen sich Conti-Anleger natürlich die Frage, wie die wirtschaftliche Lage bei ihren Fondsschiffen aussieht.

Was ist los bei den Fondsschiffen des Conti Beteiligungsfonds IX/X? Wo sind die aktuellen Bilanzen für die vier Zielgesellschaften:

 

·         CONTI 155. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI JUPITER"

·         CONTI 153. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI CORDOBA"

·         CONTI 53. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI SALOME"

·         CONTI 54. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI ELEKTRA"

 

Leider muss man bei Einsicht im Bundesanzeiger feststellen, dass keine der Zielgesellschaften ihre aktuellen Bilanzen fristgerecht eingereicht hat. Vielmehr finden sich im Bundesanzeiger Bilanzen des Jahres 2014, obwohl der Conti Beteiligungsfonds IX/X mit seinen vier Fondsschiffen schon im Geschäftsjahr 2016 ist.

Schaut man sich die Daten der Bilanzen des Jahres 2014 an, so ergibt sich ein erschreckendes Bild. In den zuletzt veröffentlichten Jahresabschlüssen wird für die CONTI 153. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI CORDOBA" ein geringfügiger Jahresüberschuss ausgewiesen. Demgegenüber stehen allerdings Verluste in Millionenhöhe bei der CONTI 155. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI JUPITER", der CONTI 53. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI SALOME" und der CONTI 54. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI ELEKTRA" gegenüber. Ebenso mussten diverse außerplanmäßige Abschreibungen in Millionenhöhe vorgenommen werden! Was können die Anleger jetzt noch tun? Können sie ihr Geld retten?

Wie geht es weiter mit dem Conti Beteiligungsfonds IX/X? Von den prognostizierten Ausschüttungen ist schon lange nicht mehr die Rede. Vielmehr müssen Conti-Anleger immer wieder von Schiffsfonds-Insolvenzen lesen und machen sich mit Recht Sorgen um ihre eigene Kapitalanlage.

Der Conti Beteiligungsfonds IX/X entwickelte sich in den vergangenen Jahren nicht mehr konzeptionsgemäß. Die Chartereinnahmen waren viel zu gering und mithin erhielten die Conti-Anleger nicht ihre prognostizierten Ausschüttungen

Nicht zuletzt müssen Schiffsfondsanleger auch damit rechnen, dass Ausschüttungen geleistet wurden, ohne dass Gewinne erwirtschaftet wurden. Mithin besteht für Anleger immer das Risiko, dass Ausschüttungen zurückgefordert werden, wenn der Liquiditätsstatus des Fonds dies erforderlich macht. Dies gilt insbesondere für den Insolvenzfall.

Demzufolge befinden sich die Anleger in einer unerfreulichen Situation und müssen feststellen, dass sich die Risiken ihrer unternehmerischen Beteiligung verwirklichen, obwohl ihnen der Schiffsfonds als sichere Anlage empfohlen wurde.

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die Conti-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger des Conti Beteiligungsfonds IX/X tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Hierbei kann Conti-Anlegern auch Vielzahl von Urteilen helfen. Exemplarisch sei eine wichtige Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle zum Conti Beteiligungsfonds IX/X erwähnt, in der die Commerzbank Schadensersatz wegen falscher Anlageberatung zahlen musste. Insbesondere wurde nicht über das Totalverlustrisiko aufgeklärt und über die Provisionen, die die Commerzbank für die Fondsvermittlung erhalten hat. Das ist ein Urteil des OLG Celle, das Conti-Anlegern Mut machen sollte!

Da auch beim Conti Beteiligungsfonds IX/X nach 10 Jahren die absolute Verjährung der Ansprüche droht und die Frist auf den Tag genau berechnet (Fondsbeitritt) wird, sollten Anleger schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!