Conti 56. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI ARABELLA" – Schiff soll verkauft werden!

Was bleibt nach Schiffsverkauf? – Droht Totalverlust und Auschüttungsrückforderung?

Im Lichte diverser Conti-Schiffsfonds-Insolvenzen stellt sich auch bei der Conti 56. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI ARABELLA" die Frage, welche Auswirkungen ein Verkaufsbeschluss für die Conti-Anleger haben würde.

Schon in den vergangenen Jahren entwickelte sich der Schiffsfonds Conti 56. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI ARABELLA" nicht mehr konzeptionsgemäß. Die Chartereinnahmen waren viel zu gering und aufgrund des gesunkenen Marktwertes des Fondsschiffes hat der Darlehensgeber die Möglichkeit, eine Verletzung des Darlehensvertrages anzuzeigen. Dadurch entsteht das Risiko der sofortigen Fälligstellung des Darlehens. Damit ist die Fondsgesellschaft in ihrem Bestand konkret gefährdet.

Nur unter der Voraussetzung eines vorliegenden Verkaufsbeschlusses, hat sich die Bank bereit erklärt, die ausstehenden Kredite nicht kurzfristig fällig zu stellen. Die Fondsgeschäftsführung musste also einen Verkaufsbeschluss der Anleger herbeiführen. Das ist tragisch, denn damit ist der Schiffsfonds Conti 56 am Ende! Schon mit dem Jahresabschluss 2014 geht die Geschäftsführung nicht mehr von einer Unternehmensfortführung (Going Concern) aus.

Schaut man sich dann noch einzelne Bilanzposten genauer an, erkennt man tatsächlich, dass die Lage dramatisch ist. Das Schiff der Fondsgesellschaft, die MS „CONTI ARABELLA“ ist nach außerplanmäßigen Abschreibungen nur noch mit 12.107.794,12 Euro in der Bilanz 2014 ausgewiesen. Demgegenüber stehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 19.285.047,47 Euro. Nun kann sich jeder Conti-Anleger selbst ausmalen, wie es wohl weitergehen wird.

Wer bezahlt die Kosten der Liquidation des Schiffsfonds? Ist eine Insolvenz des Conti 56. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI ARABELLA" tatsächlich zu vermeiden oder wird es eine weitere unrühmliche Conti-Schiffsfonds-Insolvenz geben?

Sollte dies der Fall sein, so müssten die Conti-Anleger auch noch mit der Rückforderung ihrer Ausschüttungen rechnen, die vom Insolvenzverwalter eingefordert werden könnten.

Dies ist wahrlich eine erschreckende Erkenntnis und sollte den Conti-Anlegern zu denken geben. Wie mag das Geschäftsjahr 2016 verlaufen? Wie soll man dies bewerten? Wird es das Jahr der Entscheidung? Gibt es denn gar keinen Ausweg?

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die Conti-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger der Conti 56. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI ARABELLA" tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus.