Conti 56. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI ARABELLA"

Schiffsfonds in schwerer See! – Rettung für Anleger möglich?

Wie geht es weiter mit der Conti 56. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI ARABELLA"? Von den prognostizierten Ausschüttungen ist schon lange nicht mehr die Rede. Vielmehr müssen Conti-Anleger immer wieder von Schiffsfonds-Insolvenzen lesen und machen sich mit Recht Sorgen um ihre eigene Kapitalanlage.

Durch die Conti-Unternehmensgruppe wurden diverse geschlossene Fonds mit einem Milliardenvermögen aufgelegt. Allerdings kam es bei den Conti-Schiffsfonds in den letzten Jahren immer wieder zu Insolvenzen, bei denen die Conti-Anleger mit schweren Verlusten konfrontiert wurden.

Exemplarisch seien hier nur Conti-Insolvenzen der letzten Monate erwähnt:

 

·         CONTI 168. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS "CONTI PERIDOT"

·         CONTI 173. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS "CONTI ALEXANDRIT"

·         CONTI 178. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS "Conti Tansanit"

Für die Conti-Anleger sind dies überaus schlechte Erfahrungen und viele stellen sich die Frage, welche Bewertungen und Gefahren für ihre Kapitalanlagen damit verbunden sind.

Der Conti 56. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI ARABELLA" wurde im Jahr 2007 aufgelegt. Den Conti-Anlegern wurden die Beteiligungsmodelle „Classic“ und „Vario“ angeboten.

Insgesamt handelt es sich um ein Investitionsvolumen von 47.801.000 Euro (davon Gesellschaftermittel Classic in Höhe von 20.420.000 Euro und Vario in Höhe von 3.035.000 Euro). Zusätzlich wurden noch Millionenkredite in USD und JPY aufgenommen (14.500.000 USD und 1.698.000 JPY).

Leider hat sich der Fonds überhaupt nicht nach den Erwartungen der Conti-Anleger entwickelt. Die Anleger erhielten immer wieder Hiobsbotschaften und mussten die schlechten Erfahrungen anderer Schiffsfondsinvestoren teilen.

Der Schiffsfonds war diversen Risiken ausgesetzt. Da die wesentlichen Geschäftsvorfälle der Gesellschaft in USD abgerechnet werden, ist die Fondsgesellschaft mit Wechselkursrisiken konfrontiert.

Der Schiffsfonds Conti 56. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI ARABELLA" entwickelte sich in den vergangenen Jahren nicht mehr konzeptionsgemäß. Die Chartereinnahmen waren viel zu gering und mithin erhielten die Conti-Anleger nicht ihre prognostizierten Ausschüttungen.

Aber damit nicht genug! Aufgrund des gesunkenen Marktwertes des Fondsschiffes hat der Darlehensgeber die Möglichkeit, eine Verletzung des Darlehensvertrages anzuzeigen. Dadurch entsteht das Risiko der sofortigen Fälligstellung des Darlehens. Damit ist die Fondsgesellschaft in ihrem Bestand konkret gefährdet.

Die Fondsgeschäftsführung hat mit der Bank mehrfach eine Tilgungsstundung vereinbart. Wie geht es dann wohl weiter?

Demzufolge befinden sich die Anleger in einer unerfreulichen Situation und müssen feststellen, dass sich die Risiken ihrer unternehmerischen Beteiligung verwirklichen, obwohl ihnen der Schiffsfonds als sichere Anlage empfohlen wurde. Vielmehr müssen sie sogar mit dem Totalverlustrisiko rechnen.

Dies ist wahrlich eine erschreckende Erkenntnis und sollte den Conti-Anlegern zu denken geben. Wie mag das Geschäftsjahr 2016 verlaufen? Wie soll man dies bewerten? Wird es das Jahr der Entscheidung?

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

 

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die Conti-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger der Conti 56. Container Schifffahrts-GmbH & Co. KG MS "CONTI ARABELLA" tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

 

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