CONTI 183. Schifffahrts-GmbH & Co. KG Nr. 1 (MS „Conti Aragonit“) – Wo ist die aktuelle Bilanz?

Klartext für Conti-Anleger!

Der im Jahre 2012 aufgelegte Conti-Schiffsfonds MS „Conti Aragonit“ hat sich leider überhaupt nicht nach den Erwartungen der Conti-Anleger entwickelt. Immer neue Hiobsbotschaften erreichten die Conti-Anleger und sie mussten die schlechten Erfahrungen von anderen Schiffsfondsinvestoren teilen.

Der Conti-Schiffsfonds MS „Conti Aragonit“ entwickelte sich in den vergangenen Jahren nicht mehr konzeptionsgemäß. Die Chartereinnahmen waren viel zu gering und mithin erhielten die Conti-Anleger nicht ihre prognostizierten Ausschüttungen.

Das ging sogar soweit, dass Conti-Schiffsfonds in der Insolvenz landeten, wie die:

 

·         CONTI 168. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS "CONTI PERIDOT"

·         CONTI 173. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS "CONTI ALEXANDRIT"

·         CONTI 178. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS "Conti Tansanit"

 

Im Hinblick auf diese Conti-Schiffe und diverse andere Schiffsfondsinsolvenzen stellen sich Conti-Anleger natürlich die Frage, wie die wirtschaftliche Lage bei ihren Fondsschiff MS „Conti Aragonit“ aussieht.

Unerklärlicherweise hat die Fondsgesellschaft CONTI 183. Schifffahrts-GmbH & Co. KG Nr. 1 die Bilanz des Geschäftsjahres 2015 nicht veröffentlicht, obwohl sie dazu gesetzlich verpflichtet ist. Wenn man als Fondsgesellschaft seine Publizitätspflichten verletzt, können sogar Ordnungsgelder festgesetzt werden.

Schaut man sich die Daten der Bilanz des Jahres 2014 an, so ergibt sich ein zwiespältiges Bild.

Dem Jahresabschluss 2014 können Anleger die Botschaft entnehmen, dass die Gesellschaft im Berichtsjahr 2014 einen Überschuss ausweisen konnte. Demgegenüber steht allerdings der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2013 in Höhe von 6.293.359,11 Euro.

Geht die Achterbahnfahrt mit der Bilanz 2015 weiter? Muss wieder ein Millionenverlust, wie im Geschäftsjahr 2013, ausgewiesen werden?

Zusätzlich sehen sich die Conti-Anleger mit Millionenverlusten bei dem Fondsschiff MS „Conti Aragonit“ konfrontiert. Im Berichtsjahr 2014 wurde dabei eine außerplanmäßige Abschreibung gem. § 253 Abs. 3 HGB wegen einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung in Höhe von 6.603.000 Millionen Euro vorgenommen, um den niedrigeren beizulegenden Wert auf der Grundlage des gemäß dem branchenüblichen Verfahren ermittelten LTAV (Long Term Asset Value) abzubilden. Mithin hat die Fondsgesellschaft wohl ganz den Glauben verloren, dass in der Zukunft nachhaltige Charterraten erzielt werden können, sonst wäre sie nicht zu den außerplanmäßigen Abschreibungen gezwungen gewesen.

Nicht zuletzt müssen Schiffsfondsanleger auch damit rechnen, dass Ausschüttungen geleistet wurden, ohne dass Gewinne erwirtschaftet wurden. Mithin besteht für Anleger immer das Risiko, dass Ausschüttungen zurückgefordert werden, wenn der Liquiditätsstatus des Fonds dies erforderlich macht. Dies gilt insbesondere für den Insolvenzfall.

Bei vielen Conti-Anlegern stellt sich sicherlich die Frage, ob sie über Risiken ordnungsgemäß aufgeklärt wurden und wen sie für ihre erheblichen Verluste verantwortlich machen können.

Demzufolge befinden sich die Anleger in einer unerfreulichen Situation und müssen feststellen, dass sich die Risiken ihrer unternehmerischen Beteiligung verwirklichen, obwohl ihnen der Schiffsfonds als sichere Anlage empfohlen wurde. Vielmehr müssen sie sogar mit dem Totalverlustrisiko rechnen.

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile der Conti-Fonds wurden u.a. auch durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die Conti-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger der CONTI 183. Schifffahrts-GmbH & Co. KG Nr. 1 (MS „Conti Aragonit“) tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!