ConRendit Fonds – ConRendit 7 GmbH & Co. KG - Kritische Bewertung als Altersvorsorgeprodukt!

 

Durch das Emissionshaus ConRendit aus Hamburg wurden seit 2002 27 Fonds aufgelegt. Daran beteiligten sich mehrere tausend Anleger und investierten insgesamt dreistellige Millionenbeträge.

Zuerst wurden nur herkömmliche Containerfonds aufgelegt. Später wurde das Portfolio noch um Spezialcontainer erweitert. Dabei handelte es sich um sog. Wechselbrücken für Lastkraftwagen. Auch Büro- und Unterkunftscontainer sind dabei. Zusätzlich wurden im Rahmen von Private Placements auch Infrastruktur- und Immobilienfonds initiiert.

So wurden u.a. der ConRendit 7 GmbH & Co. KG (ConRendit 7) aufgelegt. Die Anleger konnten dem Fonds unmittelbar als Kommanditist betreten oder mittelbar über eine Treuhandkommanditistin als Treugeber. Die von den Anlegern eingezahlten Mittel sollten vor der Investition durch die unabhängige Treuhänderin Leng Steuerberatungsgesellschaft und Treuhandgesellschaft mbH verwaltet und freigegeben werden. Ebenso sollte die Treuhänderin prospektgemäss die Auszahlungen an die Anleger weiterleiten.

Für diesen Containerfonds ConRendit 7 GmbH & Co. KG wurde ein Kommanditkapital von 18.000.000 Euro ausgewiesen. Ebenso wurde ein Darlehen zur Investitionsfinanzierung über 37.813.230 USD aufgenommen. Dass mit einer Fondsfinanzierung in USD auch erhebliche Währungsrisiken verbunden sein können, versteht sich von selbst. Mithin wurde ein Investitionsvolumen von 44.505.839 Euro in ein Containerportfolio angelegt. Dabei handelte es sich um Standardcontainer, Hi-Cube-Container, Tankcontainer u.a. Der Fonds wurde im Jahr 2007 aufgelegt und knapp 800 Gesellschafter beteiligten sich.

Es sollten Einkünfte aus Gewerbebetrieb im Sinne des § 15 EStG erzielt werden. Im Übrigen wurde in Prospekten auch auf Sicherheiten verwiesen, da etablierte Reedereien und finanzkräftige Transportunternehmen als Mieter langfristig kalkulierte Erträge gewährleisten sollten.

Die Container wurden u.a. an Evergreen, Champion und die Paul Günther AG vermietet. Allerdings ist über das Vermögen der Paul Günther AG das Insolvenzverfahren eröffnet worden, so dass auch entsprechende Mieteinnahmen ausgefallen sind. Ebenso wurde die Liquidität der Fondsgesellschaft durch die entstandenen Rückhol- und Instandsetzungskosten für die betroffenen Chassis erheblich belastet.

Beim ConRendit 7 GmbH & Co. KG mussten aufgrund der stark reduzierten Mieteinnahmen, umfangreichen Modifizierungen bei der Tilgung des Darlehens vorgenommen werden. Dies führte zu entsprechenden Stundungen bei der finanzierenden Bank. Das Darlehen mit der Commerzbank AG hatte zunächst nur eine Laufzeit bis zum 31.06.2013, wurde dann aber bis zum 31.12.2015 verlängert. Wie geht es weiter? Ein entsprechendes Zinsswapgeschäft zur Vermeidung von Zinsänderungsrisiken war allerdings nur bis 30.06.2013 befristet. Wie die Zinsänderungsrisiken danach von der Geschäftsführung gemanagt wurden, bleibt wohl ihr Geheimnis.

Ein Containerfonds ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und der Insolvenz gerechnet werden muss.

Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Containerfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und sollten von vornherein gar nicht empfohlen werden.

Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Was können nun die ConRendit 7 GmbH & Co. KG-Anleger tun? Die Anlageberater haben die Pflicht, die Anleger anleger- und anlagegerecht zu beraten. Die Anlageberater müssen über das bestehende Totalverlustrisiko und die mangelnde Eignung von unternehmerischen Beteiligungen zur Altersvorsorge aufklären. Wurden die die Anleger nicht über die enormen Risiken aufgeklärt, könnten sich daraus Schadensersatzansprüche ergeben. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Im Übrigen liegen auch schon ConRendit-Urteile vor, in denen die Bank zur Zahlung des entgangenen Gewinns und zur Freistellung von sämtlichen weiteren zukünftigen Nachteilen verurteilt wurde.

Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen

P.S.: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.