ConRendit 10 GmbH & Co. KG – Krise am Containermarkt! – Wie geht es 2016 weiter?

Was ist tatsächlich los am Containermarkt? Diese Frage werden sich auch die Anleger der ConRendit 10 GmbH & Co. KG (ConRendit 10) immer wieder stellen. Wie geht es weiter für die Anleger des ConRendit 10-Fonds?

Welche Pläne werden wohl zurzeit bei der ConRendit Group für die ConRendit-Anleger geschmiedet? Diverse Firmen der Unternehmensgruppe sind in Hamburg ansässig, so die ConRendit Holding AG, die ConRendit Management GmbH, die ConRendit Fondsverwaltung GmbH und die ConRendit Emissionshaus GmbH.

Ob Anleger schon häufig vor der Hamburger ConRendit-Firmenzentrale mit der noblen Adresse Englische Planke 2 gestanden und sich im Schatten des Hamburger Michel Gedanken über ihr Investment gemacht haben? „Investitionen mit Weitblick“ ist das Motto der ConRendit Group. Ob dies auch für den ConRendit 10-Fonds gelten sollte?

Im Jahre 2007 wurde der ConRendit 10 GmbH & Co. KG (ConRendit 10) aufgelegt und es hatten sich knapp 300 Anleger daran beteiligt. Den Anlegern wurde ein Containerportfolio offeriert. Dabei handelte es sich um SeaCell Container, Wechselbrücken, aber auch Chassis, Zugmaschinen und Auflieger u.a.

Millionensummen wurden investiert und die Container an Reedereien und Transportunternehmen, wie Norfolk Line, IDS Logistik und die Paul Günther AG u.a. vermietet. Allerdings ist über das Vermögen der Paul Günther AG das Insolvenzverfahren eröffnet worden, so dass auch entsprechende Mieteinnahmen ausgefallen sind.

Auch beim ConRendit 10 GmbH & Co. KG mussten aufgrund der stark reduzierten Mieteinnahmen, umfangreichen Modifizierungen bei der Tilgung der Darlehen vorgenommen werden. Dies führte zu entsprechenden Stundungen bei der finanzierenden Bank. Allerdings waren die Sanierungsbemühungen mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Fraglich ist, mit welchem Gesamtrückfluss die Anleger am Ende tatsächlich rechnen können.

Allein der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2014 der ConRendit 10 GmbH & Co. KG, der schlussendlich im November 2015 veröffentlicht wurde, spricht eine beredte Sprache. Hier wird von der Geschäftsführung auf eine zum Ende des Geschäftsjahres bestehende bilanzielle Überschuldung hingewiesen. Dies muss ein Alarmzeichen für alle ConRendit-Anleger sein. Das sind sicher überaus negative Erfahrungen, die die Anleger nie machen wollten.

Auch das Jahr 2016 liefert weitere Hiobsbotschaften für die ConRendit 10-Anleger. Verkaufsbemühungen bei den Containern verlaufen nur unbefriedigend. Ist der Verkauf von gebrauchten Containern doch ungleich schwieriger? Besteht so eine geringe Nachfrage nach gebrauchten Containern? Sind die Handelspreise etwa so niedrig? Kann dies etwa mit den massiv gefallenen Neucontainerpreisen zusammenhängen? Wie sehen die Mietraten für die Neucontainer tatsächlich aus? Was wird aus den Planungen der Geschäftsführung, die Container zu verkaufen und dann die Fondsgesellschaft zu liquidieren? Wird sich der Abwärtstrend 2016 fortsetzen? Was hat die ConRendit-Geschäftsführung ihren Anlegern noch mitzuteilen? Fragen über Fragen, die keine befriedigenden Antworten finden. Und von „Investitionen mit Weitblick“ kann nicht die Rede sein!

Wieviel Geld werden die Anleger des ConRendit 10 GmbH & Co. KG (ConRendit 10) tatsächlich verlieren?

Auch das Insolvenzverfahren der Magellan Maritime Services GmbH (MMS) wirft wieder ein grelles Licht auf die Krise des Containermarktes? Auch hier wird sich zeigen, mit welchen Risiken Investitionen im Containermarkt verbunden sein können. Egal ob es sich um Containerfonds oder sogenannte Direktinvestments handelt.

Bei den Stichworten Direktinvestments und Container fällt dem einen oder anderen Anleger sicher auch die Solvium-Firmengruppe ein. Nach eigenen Angaben mit über 3.000 Kunden und mehr als 100 Millionen Euro Anlegerkapital. Und „zufälligerweise“ hat auch sie die Anschrift Englische Planke 2 in 20459 Hamburg. Aber das ist eine andere Geschichte …

Es bleibt dabei: Ein Containerfonds ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und der Insolvenz gerechnet werden muss.

Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Containerfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und sollten von vornherein gar nicht empfohlen werden.

Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Was können nun die ConRendit 10 GmbH & Co. KG-Anleger tun? Die Anlageberater haben die Pflicht, die Anleger anleger- und anlagegerecht zu beraten. Die Anlageberater müssen über das bestehende Totalverlustrisiko und die mangelnde Eignung von unternehmerischen Beteiligungen zur Altersvorsorge aufklären. Wurden die die Anleger nicht über die enormen Risiken aufgeklärt, könnten sich daraus Schadensersatzansprüche ergeben. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Im Übrigen liegen auch schon ConRendit-Urteile vor, in denen die Bank zur Zahlung des entgangenen Gewinns und zur Freistellung von sämtlichen weiteren zukünftigen Nachteilen verurteilt wurde.

Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.


PS: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus.