CFB-Fonds 168, Twins 2

Durch das Emissionshaus Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH (CFB) aus Düsseldorf wurden diverse Fonds aufgelegt. So auch im Jahre 2008 der Schiffsfonds CFB-Fonds 168, Twins 2 (NAUTESSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS „NEDLLOYD MARITA“ KG und NAULUMO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS „MAERSK NOTTINGHAM" KG).

Die Anleger haben sich beim CFB-Fonds 168 (Twins 2) an zwei Vollcontainerschiffen der Sub-Panamax-Klasse (MS „NEDLLOYD MARITA“ und MS „MAERSK NOTTINGHAM") beteiligt. Die Charterverträge laufen fünf Jahre mit einer Option des Charterers zur Verlängerung um jeweils ein Jahr. Mit dem Abschluss der Charterverträge entstehen naturgemäß unternehmerische Risiken, denn die Charterraten sind starken Schwankungen unterworfen.

Allerdings wurden die Fondsschiffe (MS „NEDLLOYD MARITA“ und MS „MAERSK NOTTINGHAM"), zu einem überhöhten Kaufpreis erworben. Die Charterraten der Jahre 2003 bis 2008 sind nicht mehr zu erzielen. Vielmehr sehen sich die Anleger mit Millionenverlusten bei den Fondsschiffen konfrontiert. Den Bilanzen des Jahres 2013 ist zu entnehmen, dass außerplanmäßige Abschreibungen von jeweils über 13 Millionen € vorgenommen werden mussten und es sich um eine dauernde Wertminderung zu Lasten der Anleger handelt.

Mithin hat die Fondsgesellschaft wohl den Glauben verloren, dass in der Zukunft nachhaltige Charterraten erzielt werden können, sonst wäre sie nicht zu den außerplanmäßigen Abschreibungen gezwungen gewesen.

Vielmehr ist die Liquiditätssituation so schwierig, dass auf der außerordentlichen Gesellschafterversammlung dem Verkauf der MS „MAERSK NOTTINGHAM" zugestimmt werden musste. Auch bei der MS „NEDLLOYD MARITA“ führen die sehr niedrigen Erlöse aus der Vercharterung dazu, dass die Liquidität voraussichtlich zum Ende der Jahres 2015 aufgebraucht sein wird und deshalb der Verkauf des Seeschiffes bis Ende 2015 angestrebt wird.

Mithin geht man nicht mehr der Fortführung der Unternehmenstätigkeit des CFB-Fonds 168 (Twins 2) aus
. Auch die Bilanzen wurden insoweit schon aufgestellt. Dies ist ein deprimierende Erfahrung für Anleger und führt sich zu negativen Bewertungen.

Die Gesamtinvestition belief sich auf ca. 95 Millionen USD. Die ca. 39 Millionen Fremdkapital wurden in USD finanziert. In der Folge hatten die Fondsgesellschaften mit Währungsrisiken zu kämpfen.

Bei vielen Anlegern stellt sich sicherlich die Frage, ob sie über Risiken, insbesondere Währungsrisiken internationaler Beteiligungen, über überhöhte Kaufpreise für die Fondsschiffe und die rechtlichen Risiken ordnungsgemäß aufgeklärt wurden. Sollten die Banken die Darlehen kündigen, wären die Anleger mit unübersehbaren Problemen konfrontiert.

Die Schiffsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Bei weiteren vorliegenden Urteilen ist eine Aufklärung der Anleger durch die Bank über die gerade im Hinblick auf ihr Anlageziel „Altersvorsorge" mit dieser Beteiligung verbundenen Risiken ist nicht erfolgt. Mithin sind die klagenden Fondszeichner nicht anlegergerecht beraten worden.

Die Anteile des Fonds wurden durch Banken, u.a. auch die Commerzbank vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Was können nun die Anleger des CFB-Fonds 168, Twins 2 (NAUTESSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS „NEDLLOYD MARITA“ KG und NAULUMO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS „MAERSK NOTTINGHAM" KG) tun?

Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

P.S.: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.