CFB-Fonds 167

Containerriesen der Zukunft 1– Währungsrisiko! – Urteile gegen Commerzbank!

Durch das Emissionshaus Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH (CFB) aus Düsseldorf wurden diverse Fonds aufgelegt. So auch im Jahre 2008 der Schiffsfonds CFB-Fonds 167, Containerriesen der Zukunft 1 (Kommanditgesellschaft MS "CPO VENEZIA" Offen Reederei GmbH & Co. und Kommanditgesellschaft MS "CPO TRIESTE" Offen Reederei GmbH & Co.).

Die Anleger haben sich an zwei Vollcontainerschiffen beteiligt, die 2011 ausgeliefert und an die MSC Mediterranean Shipping Company verchartert wurden. Die Charterverträge laufen zwölf Jahre mit einer Option zur Verlängerung um weitere drei Jahre. Nach zwölf Jahren hat der Charterer auch eine Ankaufsoption. Mit dem Abschluss der Charterverträge entstehen naturgemäß unternehmerische Risiken.

Die Gesamtinvestition belief sich auf ca. 374 Millionen USD. Die ca. 244 Millionen USD Fremdkapital wurden zur Hälfte in japanischen Yen finanziert. In der Folge hatten die Fondsgesellschaften mit erheblichen Währungsrisiken zu kämpfen, die Ausschüttungen auf Druck der Bank unmöglich machten. Aufgrund der sog. 105-Prozent-Währungsklausel sind die Banken berechtigt, im Falle einer Überschreitung des USD-Wertes der Yen-Tranche zum Auszahlungskurs um 5% oder mehr berechtigt, zusätzliche Sicherheiten oder Sondertilgungen einzufordern. Kommen die Fondsgesellschaften der Forderung nicht nach, können die Banken die Darlehen kündigen.

Ebenso hat die Kommanditgesellschaft MS "CPO TRIESTE" Offen Reederei GmbH & Co. mit einer sog. Loan-to-Value-Klausel (LTV-Klausel) zu kämpfen. Auch hier kann die Bank Sondertilgungen fordern und damit Ausschüttungen unmöglich machen.

Bei vielen Anlegern stellt sich sicherlich die Frage, ob sie über Risiken, insbesondere diese Währungsrisiken internationaler Beteiligungen und die Auswirkungen der LTV-Klausel ordnungsgemäß aufgeklärt wurden. Sollten die Banken die Darlehen kündigen, wären die Anleger mit unübersehbaren Problemen konfrontiert.

Die Schiffsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Bei weiteren vorliegenden Urteilen ist eine Aufklärung der Anleger durch die Bank über die gerade im Hinblick auf ihr Anlageziel "Altersvorsorge" mit dieser Beteiligung verbundenen Risiken ist nicht erfolgt. Mithin sind die klagenden Fondszeichner nicht anlegergerecht beraten worden.

Die Anteile des Fonds wurden durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Was können nun die Anleger des Schiffsfonds CFB-Fonds 167, Containerriesen der Zukunft 1 (Kommanditgesellschaft MS "CPO VENEZIA" Offen Reederei GmbH & Co. und Kommanditgesellschaft MS "CPO TRIESTE" Offen Reederei GmbH & Co.). tun?

Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen

Die verunsicherten Anleger wenden sich Hilfe suchend an die SGK Schutzgemeinschaft für geschädigte Kapitalanleger (www.sgk-ev.de) und an Anlegeranwälte. Zu den überregional Agierenden gehören die Kanzlei Resch aus Berlin (www.resch-rechtsanwaelte.de) und die Kanzlei Nittel aus Neckarsgemünd (www.nittel.co) sowie die Kanzlei Mutschke aus Bielefeld (www.kanzlei-mutschke.de)

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