CFB-Fonds 164 Asia Opportunity I

Blindpoolrisiko! – Ausschüttungen aus Liquiditätsreserve!

Durch das Emissionshaus Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH (CFB) aus Düsseldorf wurden diverse Fonds aufgelegt. So auch im Jahre 2007 der CFB-Fonds 164 Asia Opportunity I (HAJOBANTA GmbH & Co. Asia Opportunity I KG).

Mit dem CFB-Fonds 164 Asia Opportunity I wurde das Ziel verfolgt, die Anleger an der dynamischen Entwicklung der asiatischen Immobilienmärkte zu beteiligen. Dazu hat der Fonds in Immobilienzertifikate investiert, die die Performance einer (fiktiven) Beteiligung am LaSalle Asia Opportunity Fund III (LAOF III) widerspiegeln. Emittentin der Zertifikate war The Royal Bank of Scotland plc (RBS, vormals ABN AMRO Bank N.V.).

Nun könnte man als Anleger denken, man hätte sich über CFB-Fonds 164 Asia Opportunity I direkt an dem LaSalle Asia Opportunity Fund III (LAOF III) beteiligt und zumindest so in asiatische und australische Immobilien investiert. Dies ist allerdings nicht der Fall. Vielmehr handelt es sich um eine fiktive Beteiligung in Form von Immobilienzertifikaten. Die Fondsgesellschaft erwirbt ein Indexzertifikat. Also eine Inhaberschuldverschreibung, die eine schuldrechtliche Forderung auf die Wertentwicklung des LaSalle Asia Opportunity Fund III (LAOF III) begründet. Die Zertifikate gewähren keine Kapitalgarantie und ebenso keine Gesellschafterrechte am LaSalle Asia Opportunity Fund III (LAOF III).

Der Anleger unterliegt dabei einem Blind-Pool-Risiko, da er vorab nicht weiß, in welche Immobilien investiert wird und ist auf Gedeih und Verderb von der wirtschaftlichen Entwicklung des Zielfonds abhängig, welches auch ein Totalverlustrisiko einschließt. Dazu kommt auch noch das Solvenzrisiko bei der Emittentin der Zertifikate. Mithin ist die Risikostruktur für den Anleger nahezu undurchschaubar. Welche Erfahrungen er dabei macht, bleibt offen. Zugleich ist das Risikopotential bei Investitionen in abgeleitete Produkte (z. B. Zertifikate) ungleich höher als konventionellen Fonds.

Kritisch zu beurteilen ist auch, dass die Ausschüttungen aus dem vorhandenen Liquiditätsüberschuss getätigt würden. Im Ergebnis wird durch Ausschüttungen Liquidität der Fondsgesellschaft ausgekehrt. Es handele sich um Auszahlungen, die nicht durch entsprechende Gewinne gedeckt sind und als Rückzahlung der Einlage anzusehen sind. Dies hat für Anleger die unangenehme Folge, dass die Haftung des Gesellschafters gegenüber Dritten wieder entstehen kann.

Die Anteile des Fonds wurden durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Was können nun die Anleger des CFB-Fonds 164 Asia Opportunity I (HAJOBANTA GmbH & Co. Asia Opportunity I KG) tun?

Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen

P.S.: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.