CFB-Fonds 162, MS „Gabriel Schulte

CFB-Fonds 162, MS „Gabriel Schulte– Fondsschiff mit Riesenverlust verkauft – Fonds wird liquidiert! – Urteile gegen Commerzbank!

Durch das Emissionshaus Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH (CFB) aus Düsseldorf wurden diverse Fonds aufgelegt. So auch im Jahre 2007 der Schiffsfonds CFB-Fonds 162, MS „Gabriel Schulte“ (NASTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS "GABRIEL SCHULTE" KG).

Die Anleger haben sich an einem Vollcontainerschiff der Panamax-Klasse beteiligt, das an die Rudolf A. Oetker KG verchartert wurde. Das MS „Gabriel Schulte“ verkehrt seitdem unter dem Charternamen MS „Cap Moreton“. Mit dem Abschluss der Charterverträge entstehen naturgemäß unternehmerische Risiken, denn die Charterraten sind starken Schwankungen unterworfen.

Scheinbar wurde das Fondsschiff, zu einem überhöhten Kaufpreis erworben. Die ursprünglichen Charterraten sind nicht mehr zu erzielen. Vielmehr sehen sich die Anleger mit Millionenverlusten bei dem Fondsschiff konfrontiert. In der Bilanz des Jahres 2007 wurde das Seeschiff „Gabriel Schulte“ noch mit 42.084.844,42 € bewertet. In der Bilanz 2013 ist allerdings nur noch der klägliche Wert von 9.900.000,00 ausgewiesen. Wahrhaft eine niederschmetternde Bilanz für die Fondsanleger. So weit, so schlecht. Allerdings hat die Fondsgesellschaft ganz den Glauben verloren, dass in der Zukunft nachhaltige Charterraten erzielt werden können, sonst wäre sie nicht zu den außerplanmäßigen Abschreibungen gezwungen gewesen.

Gleichwohl reichten auch diese Maßnahmen nicht. Nachdem sich die Fondsgesellschafter mit überwältigender Mehrheit gegen die Zeichnung von Neukapital entschieden haben, konnte das Fondsschiff nur noch für einen begrenzten Zeitraum weiterbetrieben werden. Allerdings hat nunmehr auch die fremdfinanzierende Bank den Verkauf des Fondsschiffes zugestimmt.

Nunmehr wurde das Fondsschiff mit Wirkung zum 03.12.2014 zum Preis von 11.250.000,00 § (9.139.839,75 €) verkauft. Wahrlich ein desaströses Ergebnis!

Bei vielen Anlegern stellt sich sicherlich die Frage, ob sie über Risiken ordnungsgemäß aufgeklärt wurden und wenn sie für ihre erheblichen Verluste verantwortlich machen können.

Die Schiffsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Bei weiteren vorliegenden Urteilen zu den CFB-Fonds ist eine Aufklärung der Anleger durch die Bank über die gerade im Hinblick auf ihr Anlageziel "Altersvorsorge" mit dieser Beteiligung verbundenen Risiken ist nicht erfolgt. Mithin sind die klagenden Fondszeichner nicht anlegergerecht beraten worden.

Die Anteile des Fonds wurden durch Banken, u.a. auch die Commerzbank vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Was können nun die Anleger des CFB-Fonds 162, MS „Gabriel Schulte“ (NASTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS "GABRIEL SCHULTE" KG) tun?

Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen

P.S.: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.