Canada Gold Trust

Canada Gold Trust (CGT)– Goldene Alpträume! – Bittere Erfahrungen für Canada Gold Trust-Anleger! – Kündigung möglich?

„Canada Gold Trust – Gold, das Rendite bringt“ Diesen Leitspruch müssen die Anleger der Canada Gold Trust immer noch auf der Homepage der Canada Gold Trust GmbH aus Konstanz lesen. Mit diesem Leitspruch ist das Canada Gold Trust-Management angetreten und hat ca. 47 Millionen Euro bei rund  2.000 Anlegern eingesammelt.

Dazu wurden u.a. diverse Canada Gold Trust Fonds aufgelegt:

•    Canada Gold Trust I GmbH & Co. KG
•    Canada Gold Trust II GmbH & Co. KG
•    Canada Gold Trust III GmbH & Co. KG
•    Canada Gold Trust IV GmbH & Co. KG

Weitere Firmen aus dem Komplex sind:

•    Canada Gold Trust GmbH
•    Canada Gold Trust Management GmbH
•    Canada Gold Trust Opportunities GmbH
•    Canada Gold Trust Verwaltungs GmbH
•    Xolaris Service GmbH
•    System Control Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


Exemplarisch am Canada Gold Trust III GmbH & Co. KG sei das mutmaßliche Geschäftsmodell erläutert. Den Anlegern wurde ausweislich des Prospekts die Beteiligung an der „wirtschaftlichen Verwertung des Abbaus von Bodenschätzen, insbesondere in Form von Edelmetallen und die wirtschaftliche Verwertung von Mineralgewinnungsrechten in Kanada, sowie insbesondere die wirtschaftliche Verwertung von Gold tragenden Grundstücken“ offeriert.

Zu diesem Zweck wird die Fondsgesellschaft ihr Kommanditkapital über ein nachrangig gewährtes Darlehen an die kanadische Investitionsgesellschaft Stanley Gold Mines Inc. auskehren. Als Schuldbeitretender fungiert die Henning Gold Mines Inc. Die Stanley Gold Mines Inc. hat sich die Rechte zum Abbau von Gold in Gold-Claims gesichert. Damit sollen Goldvorkommen erforscht, abgebaut und veräußert werden. Gleichwohl kann die Stanley Gold Mines Inc. auch ein Darlehen an die HGM Investment Inc. vergeben. Dadurch sollen Beteiligungen an Unternehmen aus der Rohstoffbranche gehalten werden.

„Aus den Veräußerungserlösen sowie den Darlehenszinsen aus dem ggf. gewährten Darlehen an die HGM Investments Inc. wird die Stanley Gold Mines Inc. die Darlehenszinsen i. H. v. 26,25% p.a. an die Fondsgesellschaft zahlen, so dass auf diese Weise die Anleger an der Ausbeutung der Gold-Claims in Kanada teilhaben.“

„Ab dem Jahr 2014 sind quartalsweise Auszahlungen an die Anleger in einer Gesamthöhe von 14 % p.a. vorgesehen.“

So weit, so intransparent. Unerklärlich ist die wirre Verschachtelung der Gesellschaften und warum sich die Minengesellschaft mit diesen angeblich hervorragenden Gold-Claims kein Geld am normalen Kapitalmarkt verschaffen kann und dafür noch horrende Zinsen an eine deutsche Fondsgesellschaft zahlen will. Ebenso ist es schon bezeichnend, dass Kanadier und US-Amerikaner nicht der Fondsgesellschaft beitreten können. Ein Schelm, der Böses denkt.

Ebenso werden erhebliche Provisionen vereinnahmt. Bezogen auf den Gesamtbetrag der angebotenen Vermögensanlage (ohne Agio) beträgt sie 18.9%.“ Dies sind Kosten, die naturgemäß, wieder erwirtschaftet werden müssten. Und ob dies gelingt, ist sehr fraglich. Auch der Bundesgerichtshof beurteilt den wirtschaftlichen Erfolg bei Beteiligungen mit einem Vertriebskostenanteil von mehr als 15% so kritisch, das der Anlageberater des Vertriebs die Anleger ohne Aufforderung darüber informieren müssen. Wenn die Anlageberater dies versäumen, sind sie in der Haftung. Sollten Anleger unzureichend bzw. fehlerhaft beraten oder sogar arglistig getäuscht worden sein, so besteht gegenüber den Initiatoren bzw. Anlageberatern ein Schadensersatzanspruch.

Wer sich trotz des zweifelhaften Geschäftsmodells an den Fonds beteiligt hat, sieht sich nun, nach anfänglichen Ausschüttungen, mit Rückforderungsansprüchen der Fondsgesellschaften konfrontiert. Weitere Rückforderungsansprüche sind nicht auszuschließen. Ob sie allerdings rechtlich haltbar sind, ist sehr fraglich. Die Rechtmäßigkeit der Forderungen sollten dringend überprüft werden, ob sie den Vorgaben des Bundesgerichtshofes (BGH) entsprechen.

Die Anleger werden noch mit weiteren äußerst beunruhigenden Nachrichten konfrontiert. Der Handel der Aktien von Henning Gold Mines ist durch die Verletzung von Berichtspflichten wohl nicht mehr möglich und zur Krönung gibt es im „Handelsblatt“ gar Behauptungen, dass Anlegergelder bei Henning Gold Mines veruntreut worden sein sollen. Hier kann man die Treuhandgesellschaft, die Fondsverwaltung und den Mittelverwendungskontrolleur nur dringend auffordern, für Aufklärung zu sorgen.

Im Übrigen wäre es auch nicht verwunderlich, wenn Anleger Anzeigen erstatten würden und die Strafverfolgungsbehörden tätig werden.


Was können nun die Anleger der Canada Gold Trust Fonds tun? Die Anlageberater hatten die Pflicht, die Anleger anleger- und anlagegerecht zu beraten. Die Anlageberater hätten über das bestehende Totalverlustrisiko und die mangelnde Eignung von unternehmerischen Beteiligungen zur Altersvorsorge aufklären müssen. Vielfach wurden die Anleger nicht über die enormen Risiken aufgeklärt. Daraus könnten sich Schadensersatzansprüche ergeben. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen

P.S.: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.