GMAC - RFC Bank, Wiesbaden

Die GMAC war neben der DKB einer der großen Finanzierer für Immobilien auf dem Grauen Kapitalmarkt.

Die GMAC ist uns zum ersten Mal im Jahr 2006 aufgefallen, als sie massiv um Kunden aus dem Bereich von denkmalgeschützten Immobilien und Bestandsimmobilien geworben hat. Dieses geschah durch Vertriebsorganisationen, die vermietete und fremdfinanzierte Eigentumswohnungen vermitteln.

Nach Angaben des Handelsblattes beträgt das gesamt Kreditvolumen rund zwei Milliarden Euro. Geht man von einem durchschnittlichen Preis von 100.000,00 Euro aus, sind das rund 20.000 Wohnungsfinanzierungen.

Von vornherein hat die GMAC-RFC Bank die Kredite verbrieft und weiterverkauft. Es ist die strukturierte Verbriefung nach amerikanischem Muster, die die Finanzkrise ausgelöst hat. Die Kredite einschließlich aller Sicherheiten (z.B. Grundschulden) sind derzeit bei verschiedenen Zweckgesellschaften im Ausland. Um den Kaufpreis aufbringen  zu können, haben die Zweckgesellschaften Anleihen ausgegeben.

Zum 30.9.2008 hat die GMAC-RFC ihre Banklizenz zurückgegeben. Es gibt also keine GMAC-RFC Bank mehr. Die Kredite werden von einer Servicegesellschaft betreut.

Für die Käufer der Eigentumswohnungen ist das eine schwierige Situation. Zwar ist ihnen versprochen worden, dass man die Wohnung nach zehn Jahren mit Gewinn wieder verkaufen wird. Aus dem Verkaufserlös sollte dann der Kredit zurückbezahlt werden. Aber abgesehen davon, dass die steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten auf zwölf Jahren angelegt sind, ist der Weiterverkauf mit Gewinn schlicht abwegig.

Es gibt einen gespaltenen Markt, den Bauträgermarkt, auf dem die Wohnungen der neuen Bundesländern um € 2.000,00/qm² verkauft werden und dem Zweitmarkt, wo die Wohnungen von "Privat an Privat" weiterverkauft werden. Dieser Zweitmarkt ist praktisch nicht existent, weil die Wohnungen nur zu der üblichen 10fachen Jahresmiete weiterverkauft werden können. Das macht regelmäßig nur ¼ des Bauträgerpreises aus.

Weil aber die Bank die Löschungsbewilligung nur erteilt, wenn der komplette Darlehensbetrag abgelöst wird, sitzen die Käufer regelmäßig in der Schuldenfalle. Die Wohnung ist faktisch nicht verkäuflich.

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